Ozzy Osbourne: Ordinary Man – Albumreview

Ozzy Osbourne: Ordinary Man – Albumreview

Ein teils wehmütiges und nach Abschied klingendes Album von Ozzy Osbourne Zehn Jahre nach Erscheinen des letzten Albums unter seinem Namen und nach der exzessiven Zu-Grab-Tragung der von ihm mitgegründeten Heavy-Metal-Pioniere Black Sabbath veröffentlicht Ozzy Osbourne an diesem Freitag „Ordinary Man“ – das insgesamt zwölfte seit 1980. Eine selbstreflektierende, teilweise wehmütige Platte sowie eine, die an vielen Stellen nach Abschied klingt. Nicht verwunderlich bei einem 71jährigen, der inzwischen an Parkinson leidet, eine Nackenoperation noch nicht…

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Pat Metheny: From This Place

Pat Metheny: From This Place

Der Ausnahmegitarrist Pat Metheny erfüllt sich auf „From This Place“ einen alten Wunsch In Listen der ganz Großen wird Metheny gerne mal vergessen. Dabei ist er einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Jazzmusiker der Welt. Seit Mitte der 1970er Jahre hat der Gitarrist gleich mehrere Meilensteine des Genres eingespielt und verbindet dabei mit einer Selbstverständlichkeit expressive Virtuosität und Schöngeistigkeit wie niemand außer ihm. 20 Grammys sprechen für sich. Metheny kann Pop genauso wie Free Jazz. Sein Gitarrenton ist…

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Nathaniel Rateliff: And It’s Still Alright

Nathaniel Rateliff: And It’s Still Alright

Schmerzverarbeitung im Americana-Folk-Ambiente von Nathaniel Rateliff Der Umgang mit Verlust und Schmerz steht im Mittelpunkt des neuen Albums von Nathaniel Rateliff. Ursprünglich war es die Trennung von seiner Frau, die den 41-jährigen Songwriter zu neuen Songs animierte. Im Juli 2018 starb dann allerdings Rateliffs langjähriger Freund Richard Swift, der als Produzent der beiden Rateliff-Alben mit The Night Sweats maßgeblich am quirligen Blues-Rock-Sound des Bandprojektes beteiligt war. Zwei schwere Schicksalsschläge, die den in Denver lebenden Musiker…

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Moka Efti Orchestra: Erstausgabe

Moka Efti Orchestra: Erstausgabe

Das Moka Efti Orchestra lässt das Berlin der 20-Jahre wieder aufleben Als Regisseur Tom Tykwer für seine Fernsehserie „Babylon Berlin“ noch den Sound benötigte, beauftragte er dafür den Berliner Komponisten und Arrangeur Nikko Weidemann. Dieser stellte ein ganzes Orchester zusammen, das als Hausband des Moka Efti Tanzpalastes in einigen Szenen der auf dem Kriminalroman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher basierenden, überaus populären Verfilmung zu sehen ist. Aus der Auftragsarbeit für die Szenenmusik hat sich…

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Huey Lewis And The News: Weather

Huey Lewis And The News: Weather

Ein souveränes Comeback-Album von Huey Lewis And The News Huey Lewis And The News. Da kommen Erinnerungen auf. In erster Linie natürlich an das überragende Album „Sports“ aus dem Jahr 1983. Es war nach „Picture This“ ein Jahr zuvor und dem selbstbetitelten Debüt von 1980 der ultimative Durchbruch für die amerikanische Band um den charismatischen Sänger und Namensgeber Huey Lewis. Bis an die Spitze der US-Charts schaffte es der Longplayer und warf mit „Heart And…

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Oded Tzur: Here Be Dragons

Oded Tzur: Here Be Dragons

Der Saxofonist Oded Tzur aus Tel Aviv gehört zu den spannendsten Newcomern im Jazz Kurzer Ausflug in die Musikwissenschaft: Die melodische Grundstruktur in der klassischen indischen Musik nennt man Raga. Sie besteht auf technischer Ebene aus einer Tonhöhenfluidität und mikrototalen Schattierungen und auf emotionaler Ebene einer ungefilterten Offenheit des Spielers, der durch sein Instrument mit den Zuhörern kommuniziert. Das Besondere: Während die westliche Tonleiter maximal 12 Töne pro Oktave benutzt, wird eine indische Musik Oktave durch sogenannte…

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Vincent Courtois: Love Of Life

Vincent Courtois: Love Of Life

Auf „Love Of Life“ vertonen Vincent Courtois und seine Mitmusiker Szenen aus den Texten von Jack London Allein die Besetzung lässt aufhorchen: Ein Trio aus Cello, Klarinette und Tenorsaxofon gibt es selbst im Jazz nicht oft zu hören. Kein Schlagzeug, keine Gitarre – Vincent Courtois, Robin Finger und Daniel Erdmann kreieren mit diesen Werkzeugen eine Musik, die sich irgendwo zwischen Kammermusik, Jazz und Folk einpendelt.   Vincent Courtois spielt Kammerjazz Wenn das gezupfte Cello zu…

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Nada Surf: Never Not Together – Albumreview

Nada Surf: Never Not Together – Albumreview

Viel Empathie und zahlreiche catchy Songs auf dem neuen Album von Nada Surf Als Nada Surf 1996 mit „Popular“ die erste größere Aufmerksamkeit erlangte, schwamm die Band aus New York auf der Indie-Alternative-Rock-Welle der Marke Weezer. Heute, 24 Jahre später, muss man konstatieren, dass Weezer auf ihrem letzten, auch bei Sounds & Books besprochenen Album vieles vermissen ließ, was die Band früher einmal ausmachte. Nada Surf hingegen verbiegen sich nicht für krude Modernismen und bleiben…

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Isobel Campbell: There Is No Other…

Isobel Campbell: There Is No Other…

Glorreiche Rückkehr: Wunderschönster Americana-Leisetreter-Folk von Isobel Campbell Bereits während ihrer Zeit bei Belle And Sebastian bestritt Isobel Campbell andere Pfade und brachte unter dem Moniker The Gentle Waves Platten heraus. 2002 verließ sie die schottische Vorzeige-Indie-Pop-Band und veröffentlichte nur ein Jahr später ihr erstes Solo-Album „Amorino“. Drei Jahre danach folgte „Mikwhite Sheets“, bevor die Phase der Zusammenarbeit mit Mark Lanegan begann. Und wie die Zeit vergeht. Kann das wirklich alles schon wieder eine gute Dekade…

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Bobby Rausch: Soap – Albumreview

Bobby Rausch: Soap – Albumreview

Bobby Rausch beweisen sich mit ihrem Album „Soap“ als kreative Powerpackung zwischen Jazz, HipHop und Improvisation Wenn man es nicht vorher weiß, mag man nicht erahnen, dass hier ein Trio, bestehend aus Bassklarinette, Baritonsaxophon und Schlagzeug, zu hören ist. Bobby Rausch nennt sich diese kreative Powerpackung aus Berlin, die sich in Brandt Brauer Frick-Manier die computergenerierte Klangwelt zu erspielen scheint. Ihre fetten Beats und knackigen Grooves animieren stets zum Mitwackeln. Doch diese innovative Form der…

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