Soul Sister Dance Revolution: Playground Kids – Album Review

Soul Sister Dance Revolution: Playground Kids – Album Review

Euphorischer Indie-Alternative-Mix der holländischen Band Soul Sister Dance Revolution

von Gérard Otremba

Die Band lügt. Der letzte Track auf Playground Kids, dem Debütalbum der holländischen Formation Soul Sister Dance Revolution, heißt „I Hate Rock & Roll“ und kann nur selbstironisch gemeint sein, denn die 2009 in Den Haag gegründete Gruppe badet auf Playground Kids nur so im Rock’n’Roll. Schon der Opener „Baby Gaselle“ kracht und donnert in bester Alternative-Rock-Manier der Arctic Monkeys oder Art Brut. Und bei „I Hate Rock & Roll“ fallen einem zusätzlich noch die Libertines, die Vines und die Hives ein, so aufgekratzt und entfesselt geht es im Abschlusssong zur Sache. Dazwischen spielen Sänger und Gitarrist Thomas van der Want, Gitarrist Laszlo Barz, Bassist Michael Baumgarten, Schlagzeuger Jelger Derieux und Keyboarder Camiel Meiresonne artifiziellen Brit-Pop („Playground Kids“), hymnischen Indie-Pop („Hearts“) oder aufgewühlten, polternden Indie-Rock („Psilo“). Ein Händchen für catchy Melodien beweist das Quintett bei „Soldiers Of Love“ und dem am U2-Breitwand-Pop orientierten „Eye Of The Storm“. Definitiv geeignet für große Hallenspektakel. Eine Art Slacker-Hip-Pop präsentiert uns Soul Sister Dance Revolution bei „Start A War“ und „Hold The Line“ erinnert entfernt an Cake, die Alternative-Country-Rock-Band von John McCrea. Verliebt sind die Holländer in ihre „Aaahhh“-Chöre, die sie in mehreren Songs unterbringen, wie zum Beispiel in „The Ripper“, das die britische Rock-Pop-Schule von Kasabian evoziert. In ihrer holländischen Heimat ist Playground Kids bereits vor einem guten Jahr erschienen, nun bekommen alle anderen ebenfalls die Gelegenheit, diesen euphorischen Indie-Alternative-Rock-Pop-Mix zu goutieren.

 „Playground Kids“ von Soul Sister Dance Revolution ist am 07.03.2014 bei Homebass Products / Rough Trade erschienen.

         

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