Lucinda Williams: Runnin‘ Down A Dream – A Tribute To Tom Petty

Lucinda Williams: Runnin‘ Down A Dream – A Tribute To Tom Petty

Lucinda Williams huldigt Tom Petty

Not macht erfinderisch, oder: Wie Künstler:Innen ihre zwangsverordnete Live-Pause kreativ und/oder sozial nutzen. Dieses Mal am Start: Lucinda Williams. Die US-amerikanische Singer/Songwriterin zwischen Blues, Country und Rock mit enormer Gefolgschaft ebenso bei Hörer:Innen schrägerer Indie-Klänge (ihre frühere Verpflichtung bei Rough Trade brachte sie einem Publikum näher, dass nicht unbedingt Americana als erste Wunschmusik äußern würde) wurde wie viele andere auch von der Pandemie beruflich ausgebremst. Statt ihr (hervorragendes) Album „Good Souls Better Angels“ betouren zu dürfen war Stillstand angesagt – nicht nur für sie und ihre Musikanten, sondern gleichermaßen für die Club- bzw. Hallenbetreiber, die keine Konzerte mehr veranstalten durften.

Sechs Online-Gigs von Lucinda Williams

Lucinda Williams Runin' Down A Dream A Tribute To Tom Petty Cover Highway 20

Viele machten aus der Not eine Tugend, veröffentlichten wie Nick Cave etwa mehrere Studioalben oder igelten sich zu Hause wie A.A.Williams ein um reduzierte Cover-Versionen im Internet feil zu bieten. Auch Lucinda Williams streamte virtuelle Liveshows gegen einen realen Obulus, jedoch nicht nur, um sich sowie ihrer Entourage ein Überleben zu sichern: ihre sechs Online-Gigs lieferten Bares ebenso für Konzertstätten, denen sich Williams verbunden fühlt. Darüber hinaus nahm sie sich die Freiheit, Programme nach Lust und Laune nach einem jeweiligen Motto zu entwickeln. Alle sechs Auftritte sind bereits auf ihrer Seite digital zu erstehen, in den nächsten Wochen werden diese Konzerte auch haptisch als CD wie LP angeboten.

Im Vorprogramm von Tom Petty

Den Anfang macht dieser Mitschnitt, der kommenden Freitag erscheinen wird: Lucinda Williams singt und spielt Tom Petty, den sie nicht nur verehrt, sondern mit dem sie darüber hinaus einige biografische Überschneidungen aufweist. So tourte sie nicht nur 1998 nach Veröffentlichung ihres Referenzwerkes „Car Wheels On A Gravel Road“ in dessen Vorprogramm, sondern ebenso bei seinem letzten Auftritt in der Hollywood Bowl, eine Woche vor seinem Tod 2017. Williams zelebriert mit ihrer Band einen Querschnitt durch dessen Schaffen, voller Hits aus der ersten wie der zweiten Reihe, ordnet sich dem Werk des Meisters komplett unter und setzt damit unterm Strich ein respektvolles Zeichen, das sich ebenso bei der Gestaltung des an Pettys „Full Moon Fever“ orientierten Covers ausdrückt.

Lucinda Williams spielt Tom Petty

Innovative Neubearbeitungen finden nicht statt – Williams spielt Petty, that’s it. Gut so. Wer beide mag, wird das feiern, wer mit Williams‘ Intonation Probleme hat, wird jene auch bei diesem Album nicht wegstecken können. Die Absicht hinter diesem Mitschnitt sowie seiner Vermarktung ist mehr als ehrenwert, das handwerkliche Niveau über alle Zweifel erhaben. Spaß macht das obendrein auch noch. Weiter geht es in den nächsten Wochen und Monaten mit Veröffentlichungen zu den Themen Dylan, Stones, Southern Soul, 60ies Country Classics und, äh, „Rockige Weihnachten“. Bis dahin haben wir zum Glück ja noch etwas Zeit.

„Runnin‘ Down A Dream – A Tribute To Tom Petty“ von Lucinda Williams erscheint am 16.04.2021 bei Highway 20 / Thirty Tigers / Membran. (Beitragsbild: Pressefoto)

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