Kid Wave: Wonderlust – Album Review

Kid Wave: Wonderlust – Album Review

Ein vielversprechendes Debüt der in London beheimateten Indie-Rock-Pop-Band Kid Wave

von Gérard Otremba

Die in London lebende Band Kid Wave weist internationalen Charakter auf. Sängerin und Gitarristin Lea Emmery und Gitarrist Mattias Bhatt stammen aus Schweden, Schlagzeugerin Serra Petale ist in Australien groß geworden und Bassist Harry Deacon in England. Gemeinsam präsentieren sie auf ihrem Debütalbum Wonderlust elf ganz wunderbare Indie-Rock-Pop-Stücke, die zwischen Shoegaze-Rock, Dark Wave und Gitarren-Pop changieren. Obwohl Lea Emmery fast lethargisch, wie durch einen Schleier singt, die Gitarren häufig leicht verzerrt klingen, sind die Songs auf Wonderlust voller melodiöser Glückseligkeit. Melancholische Sonnenaufgänge an Kaliforniens Stränden nach einer durchgemachten Nacht passen sicherlich sehr gut zum Soundtrack des Quartetts. Und so entfacht der sonnige Titelsong sofort eine große Euphorie und Lust auf mehr.

Diese Lust befriedigen Kid Wave mit dem himmlischen wie hymnischen Indie-Rock bei „Gloom“, versetzen den Shoegaze-Rock von „Honey“ mit mächtig viel Pop-Appeal, der auch den Dark Wave-Modus in „Best Friend“ in himmlische Sphären treibt. Erst beim entrückten und sinisteren „Walk On Fire“ reduzieren Kid Wave das Tempo und nähern sich einem opulenten und ausufernden Dream-Pop an. Gewaltig und mächtig, gleichsam bedrohlich und dunkel kommt „Baby Tiger“ daher, während das anschließende „All I Want“ nur so sprüht vor überbordendem, unfassbar ansteckendem Gitarren-Pop. In einem Atemzug mit Veronica Falls und Alvvays zu nennen. Das folgende „Sway“ entwickelt sich zum Breitwand-Indie-Rock, „Freeride“ huldigt der großen Melancholie des Indie-Pop und „I’m Trying To Break Your Heart“ hat die Qualität zur Weltumarmungshymne im Indie-Format. Mit dem leisen, zauberhaften „Dreaming On“, der Titel ist Programm, verabschieden sich Kid Wave und hinterlassen mit Wonderlust ein vielversprechendes erstes Album.

„Wonderlust“ von Kid Wave ist am 29.05.2015 bei Heavenly /PIAS Cooperative erschienen.

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