Dino Saluzzi: Albores – Albumreview

Dino Saluzzi: Albores – Albumreview

Der 85-jährige, argentinische Bandoleonspieler Dino Saluzzi meditiert auf seinem neuen Soloalbum über das Leben

85 Jahre alt ist Dino Saluzzi mittlerweile. 1935 in Salta geboren, einer nordwestlichen Provinz in Argentinien, ging er später nach Buenos Aires und lernte dort das Bandoleonspiel. In seinen Stücken klingt eine schonungslose Offenheit an, die herzerweichend ist. Saluzzi erzählt mit seinem Instrument Geschichten voller Menschlichkeit. Er verwendet eine Sprache, die sich aus verschiedenen kulturellen Einflüssen speist und ganz selbstverständlich einen Bogen zwischen unterschiedlichen Zeitepochen spannt. Zeitlos könnte man sie nennen.

Dino Saluzzi blättert im Fotoalbum

Dino Saluzzi Albores Cover ECM Records

Für ECM Records nimmt Saluzzi inzwischen seit fast 40 Jahren Platten auf. „Albores“ (deutsch: Morgendämmerung) ist seit langem mal wieder ein reines Solo-Album. Es beginnt mit „Adiós Maestro Kancheli“, einer Hommage an den georgischen Komponisten Giya Kancheli, der letztes Jahr verstarb. Saluzzis Spiel erinnert an das Blättern in einem Fotoalbum, bei dem man mal lachen und mal weinen will und in sich gleichzeitig Leben und Vergänglichkeit spürt.

Zeitlose Musik

So geht es auch bei den übrigen acht Stücken dieses gefühlsintensiven Albums, von denen vor allem „Intimi“, „La Cruz Del Sur“ und „Ofrenda“ besonders hell leuchten. Saluzzi reiht Melodien und Stimmungen aneinander, formt aus ihnen flüchtige Figuren und bleibt so in jeder Sekunde des Albums packend. 85 Jahre alt ist Dino Saluzzi mittlerweile. Seine Musik ist zeitlos.

„Albores“ von Dino Saluzzi erscheint am 09.11.2020 bei ECM Records. (Beitragsbild: Albumcover)

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