The Coral: Coral Island – Albumreview

The Coral: Coral Island – Albumreview

Das zehnte, aber erste Konzeptalbum von The Coral

Drei Jahre nach dem auch von Sounds & Books besprochenen „Move Through The Dawn“ kehren The Coral mit „Coral Island“ zurück in den Fokus. Der zehnte Longplayer der Band aus Hoylake, Merseyside, seit ihrem selbstbetitelten Debüt von 2002, geriet sogar zum ersten Doppel-Album ihrer Karriere. War der Vorgänger noch voll von mitreißenden, auf Radiohits getrimmten Songs, frönt die Formation nun einer größeren stilistischen Bandbreite. „Coral Island“ ist nicht nur ein Doppel-, sondern auch eine Konzeptalbum geworden. Ein Konzeptalbum, das uns auf die Ferieninsel Coral Island führt, einem mysteriösen Vergnügungsort zwischen Realität und Illusion.

Die The-Coral-Nostalgie

The Coral Coral Island Cover Run On Records

Nostalgisch war der Coral-Sound ja schon immer, erinnerte stets an die 60er- und 70er-Jahre, und gepaart mit einer nun vollends eruptierenden Meer- und Strand-Romantik gibt sich das Quintett um Sänger James Skelly nun auch inhaltlich einer vergangenen Zeit hin. Skellys Großvater führt mit einigen Spoken-Word-Tracks durch das Rahmenprogramm und die Band seines Enkels begrüßt die Besucher von „Coral Island“ mit dem hymnischen und von uns bereits als Song des Tages vorgestellten „Lover Undiscovered“. Ein glasklarer Indie-Pop-Rock-Hit, ähnlich wie das nachfolgende, mit mehr Folk flirtende  „Change Your Mind“. Nicht nur R.E.M.-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit lässigem Yacht-Soft-Rock der Marke America („Mist On The River“) versüßt uns die Band die Ferien auf „Coral Island“ und verstärkt die aufkommende Wehmut mit Songs wie „The Game She Plays“ und „Autumn Has Come“.

Aufregende und erfrischende Aspekte

Mit dem Herbst endet der erste Teil des Konzeptalbums, bevor anschließend mit dem Rummelplatz-Pop von „Golden Age“ der Geist von Coral Island beschworen wird. Psychedelisch angehauchter Garagen-Pop-Rock („Watsch You Disappear“), legerer Sixties-La-La-La-Pop („Summertime“), sanfter Singer-Songwriter-Folk („Old Photographs“) und die Melodica-Schwermut bei „Land Of The Lost“ runden das Vergnügen im zweiten Teil ab. Neu erfinden müssen sich The Coral schon lange nicht mehr, sind aber auf ihrem neuen Album ganz bei sich und gewinnen ihrem Stil einige aufregende und erfrischende Aspekte ab.

„Coral Island“ von The Coral erscheint am 30.04.2021 bei Run On Records / Rough Trade. (Beitragsbild von Simon Cardwell)   

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