Reptile Youth: Away – EP Review

Reptile Youth: Away – EP Review

Zwischen New Age und Indie-Pop

von Gérard Otremba

Mads Damsgaard, Frontmann und Songwriter der dänischen Band Reptile Youth zog sich nach zwei Alben und einer Vielzahl an Konzerten nach Los Angeles zurück, um dort an neuen Songs zu arbeiten. Gemeinsam mit Mads Tunebjerg am Bass, Gitarrist Mad Berglund und Schlagzeuger Rasmus Littauer nahm Damsgaard sechs Songs für seine neue EP Away auf und gleich der erste Titel ist auch Programm. „New Age“ heißt nicht ganz von ungefähr so, denn knapp zwei Minuten lang eröffnen Sphärenklänge die EP, bevor „Away“ zwischen Elektro- und Indie-Pop wechselt und nicht nur Mads Damgaards Stimme wie die von Jonathan Donahue von der amerikanischen Indie-Rock-Pop-Band Mercury Rev kling, auch Arrangement und Rhythmik erinnern an die Formation aus Buffalo. „Keep On Moving“ changiert zwischen abgehobener Transzendenz und rhythmischer Tanzbarkeit, während „Young Academics“ teilweise mit einer abgefahrenen und nervenzerfetzenden Soundkulisse überrascht. „Arab Spring (Part 1)“ hingegen verbindet die New Age-Synthieflächen mit verträumtem Indie-Pop und „Arab Spring (Part 2)“ lässt das Mini-Album mit Pianoläufen melancholisch und halbdramatisch ausklingen. Die Indie-Pop-Anteile klingen vielversprechend, auf den New Age-Sound von Reptile Youth muss man sich einlassen können.

Die EP „Away“ von Reptile Youth ist am 08.06.2015 in digitaler Form erschienen.

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