R.E.M.: The Best Of R.E.M. At The BBC – Albumreview

R.E.M.: The Best Of R.E.M. At The BBC – Albumreview

R.E.M.-Aufnahmen für die BBC zwischen 1984 und 2008

Die Auflösung von R.E.M. hinterließ Narben bei so vielen Musikfreunden, die auch nach sieben Jahren spürbar sind. Keine weiteren Meisterwerke wie Murmur, Green, Out Of Time oder Automatic For The People. Keine Chance mehr, noch einmal Hits wie „Losing My Religion“, „Man On The Moon“, „Everybody Hurts“, „Drive“, Leaving New York“, „Imitation Of Life“ und wie sie alle heißen live auf den Konzertbühnen dieses Landes erleben zu dürfen. So bleiben den geneigten R.E.M.-Freunden nur die Zugriffe auf Konserviertes, das nach und nach auf den Markt gelangt.

R.E.M. zwischen Intimität und voller Pracht

REM At The BBC Cover Craft RecordsBei REMTV, erschienen im Jahr 2014, gab es mit sechs DVDs viel zu sehen, bei R.E.M. At The BBC gibt es mehr zu hören. Die Compilation auf der Doppel-CD The Best Of R.E.M. At The BBC setzt sich aus „Best Of BBC Live Sessions“ sowie „Best Of BBC Live Broadcasts“ zusammen und umfasst Aufnahmen von 1984 bis 2008. Die Nicky Campbell Session von 1991 („World Leader Pretend“, Half A World Away“, „Radio Song“ und „Losing My Religion“) fällt intim und spartanisch aus, die John Peel Session von 1998 („Lotus“, „At My Most Beautiful“, „Electrolite“, „Perfect Circle“, „Daysleeper“) wesentlich dynamischer, aber immer noch sehr reduziert. „Bad Day“, „Orange Crush“, „Man On The Moon“ und „Imitation Of Life“ aus dem Jahre 2003 erstrahlen wiederum im vollen Glanz und „Nightswimming“ (aufgenommen für Later… with Jools Holland, ebenfalls 2003) ist so schön wie eh und je.

Doppel-CD/LP und aufwendiges Boxset

1984 präsentierten sich Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills und Bill Berry in der Reihe In Concert mit ihren College-Rock-Songs („(Don’t Go Back To) Rockville“, „So. Central Rain (I’m Sorry)“, „Gardening At Night“, „Driver 8“, „Radio Free Europe“) im Rock City von Nottingham, 1999 standen sie auf der Pyramid Stage des Glastonbury Festivals (ohne Drummer Bill Berry, der zwei Jahre zuvor aus der Band ausstieg, aber mit einem fulminanten „It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)“). Dazwischen hatten sie eine wütende Rock-Phase, wie die Aufzeichnungen von 1995 beweisen, in denen sogar „Drive“ roh, kantig und unbehauen gespielt wurde.  Für alle, denen die Best-Of-Doppel-CD/LP nicht ausreicht, ist  R.E.M. At The BBC noch als aufwendiges Super Deluxe 8CD/1DVD-Boxset erhältlich, das sämtliche Wünsche erfüllt.

„R.E.M. At The BBC“ von R.E.M. ist am 19.10.2018 bei Craft Recordings / Universal Music erschienen (Beitragsbild: Albumcover).

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