Black Honey: Black Honey – Album Review

Black Honey: Black Honey – Album Review

Black Honey auf den Spuren von Blondie und Garbage

Drei Jahre arbeiteten Black Honey an ihrem selbstbetitelten Debütalbum. Sie sehen das Werk bereits als ihr eigenes „Frankensteins Monster“, aber natürlich ist es als eine liebevolle Umschreibung von Black Honey zu verstehen. Etwas Mächtiges hat die Band aus Brighton trotzdem erschaffen, jedenfalls teilweise. Frontfrau Izzy B. Phillips, Gitarrist Chris Ostler, Bassist Tom Taylor und Schlagzeuger Tom Dewhurst scheinen mit aller Macht die Nachfolge von Blondie antreten, oder zumindest die moderne Ausgabe der legendären New Yorker Band werden zu wollen.

Black Honey zwischen Indie-Rock und Disco-Glam

Black Honey Cover Foxfive RecordsDer Indie-Rock-Pop des Quartetts fegt einem in Orkanstärke um die Ohren und sogar Balladeskes wie das bereits Ende 2017 bei Sounds & Books als Song des Tages vorgestellte „Dig“ wartet mit einem dominanten Drumsound auf. Allerdings geht der Indie-Disco-Pop-Liebreiz bei „Just Calling“ auch nie aufgrund der fetten Produktion verloren, hat der Song schließlich auch etwas Unergründliches, Verlorenes. Das macht die Formation insgesamt sehr geschickt. Sie eröffnet das Album mit dem überwältigenden Indie-Rock von „Only Hurts The One I Love“, der mit Garbage-Anklängen nicht geizt und präsentiert uns nachfolgend den euphorisierenden Disco-Stomper „Midnight“, bevor mit „What Happend To You“ die Düsternis Einzug hält. Selbst in einer Ballade wie „Bad Romance“ halten Black Honey das Drama hoch, und Drama können Phillips, Ostler, Taylor und Dewhurst richtig gut.

Die Präsenz von Black Honey-Frontfrau Izzy B. Phillips

Dramatisches, das häufig an David Lynch-Filme denken lässt. „Crowded City“ vereint sehr schön die dunkel-dramatische Seite der Band mit der strahlenden Disco-Attitüde des Quartetts, die bei „Hello Today“ bestens zum Vorschein kommt, Blondie und Garbage vereinen sich perfekt. Die Präsenz von Sängerin Izzy B. Phillips, die an Dyslexie und ADHS leidet, steht ähnlich wie die von Debbie Harry bei Blondie und Shirley Manson bei Garbage im Mittelpunkt der Formation. Eine Sängerin, die gleichermaßen geschmeidig und lieblich sowie dreckig und wüst klingen kann. Dass einige Songs vielleicht nicht das Indie-Hit-Potential besitzen wie andere, können Black Honey und die Hörer des Albums sicherlich verschmerzen. Ein guter Karriere-Beginn ist das Debütalbum für die Band allemal geworden.

„Black Honey“ von Black Honey ist am 21.09.2018 bei Foxfive Records / The Orchard erschienen (Beitragsbild: Credit by Lauren Mackabee).

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