Beach Fossils: Somersault – Album Review

Beach Fossils: Somersault – Album Review

 

Sixties-Pop und mehr Experimentierfreude bei Beach Fossils

Die New Yorker Indie-Pop-Rock-Band Beach Fossils ist mit dem neuen Album Somersault zurück im Musikgeschäft. Es ist nach dem selbstbetitelten Debüt von 2010 und Clash The Truth von 2013 der dritte Longplayer der von Dustin Payseur gegründeten Gruppe. Mit seiner Frau Kate Garcia betreibt der New Yorker in der Zwischenzeit das Label Bayonet Records, auf dem Somersault als erstes Album veröffentlicht wird. Gemeinsam mit seinen Mitmusikern Jack Doyle Smith und Tommy Davidson erweitert Dustin Payseur auf Somersault seinen Horizont mit elf facettenreichen neuen Kompositionen.

Sounds & Books_Beach_Fossils_Somersault_Cover_Das Trio wagt mehr, zeigt Mut zum Experiment, verliert dabei aber nie das Auge für ein feingeistige Melodie. Neben Streichern kommen auf Somersault auch Klavier, Cembalo, Flöte und Saxophon zum Einsatz, die für Akzente sorgen und zur Verfeinerung der Songstrukturen dienen. Ganz im Stil von The Go-Betweens beginnt die Platte mit „This Year“, einem höchst harmoniesüchtigen, melodischen Gitarren-Indie-Pop-Song, mit besagten Streichern veredelt. Eine wehmütig-optimistische Atmosphäre breitet sich aus, die mit dem verträumten Beach-Pop von „Tangerine“, bei dem Slowdive-Sängerin Rachel Goswell einen Gastauftritt hat, seine Fortsetzung erfährt. Das Ambiente bleibt bei „Saint Ivy“ erhalten, jedoch führen uns Beach Fossils ganz liebevoll noch stärker in einen verspielt-sehnsüchtigen, arty Sixties-Pop, Streicher und Flöte inklusive.

„May 1st“ reitet weiter auf dieser Welle, erfährt ein abruptes Ende, bevor Hip-Hopper Cities Avis, begleitet von einem Smooth-Jazz-Saxophon, für ein nicht ganz zweiminütiges soulig-verführerisches Interludium sorgt. „Sugar“, „Closer Everywhere“ und „Social Jetlag“ träumen sich anschließend im bunten Psychedelic-Pop weg, während „Down The Line“ mit New Wave-Anleihen kokettiert und „Be Nothing“ aus dem Dream-Pop heraus aufs Gaspedal drückt. Der sommerliche Jingle-Jangle-Indie-Pop zwischen The Byrds und The Go-Betweens von „That’s All For Now“ beschließt Somersault, ein Album, das Beach Fossils auf einer neuen Entwicklungsstufe zeigt. Verliebenswerte Musik.

„Somersault“ von Beach Fossils ist am 02.06.2017 bei Bayonet Records erschienen (Beitragsbild: Rebekah Campbell).

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