Amanda Merdzan: Commands – EP Review

Amanda Merdzan: Commands – EP Review

Anmutiger Elektro-Piano-Pop

von Gérard Otremba (Beitragsbild: Pressefoto)

Mit ihrer Single „Glow“ hat die in London lebende Amanda Merdzan Sounds & Books bereites überzeugt, ein Song des Tages war vor einigen Wochen der Lohn. Nun liegt mit Commands die zweite EP (nach der 2013 veröffentlichten The Map Has Been Redrawn) der in Australien geborenen Musikerin und Produzentin vor. Fünf Songs sind auf Commands versammelt und mit dem angesprochenen „Glow“ beginnt die EP.  Die Eleganz des sanften Elektro-Piano-Pop, der sich schnell in schwebende Dream-Pop-Sphären schraubt, erinnert an die Glanzzeiten einer Sarah McLachlan. Die Synthie-Flächen driften verschwörerisch ins Kosmische und entführen den Hörer auf einen behutsamen und atmosphärischen Trip, der sich im anschließenden „All Of You“ verselbständigt.

Zarte Beats und eine verhallte Stimme Merdzans fügen dem Stück einen verloren und sehnsüchtig klingenden Sound hinzu. Zum Piano gesellen sich bei „Matter“ noch Streicher hinzu, zu den langsamen Elektro-Beats leise Percussion-Klänge. Edel und verwunschen zugleich. Die verträumte Stimmung erlebt in „Flame“ ihren Höhepunkt, wenn Merdzans Stimme immer wieder die Klarheit hinter den schleierhaften Soundscapes hervorhebt. Diese einerseits schwermütige und andererseits federleichte Anmut bewahrt sich Amanda Merdzan auch im letzten Commands-EP-Stück „Bury The Rest“, der teilweise zur Opulenz neigt, im Vergleich zu den anderen vier Songs. Commands bietet wahren, schönen und guten Dark-Pop mit vielen hellen Momenten.

„Commands“ von Amanda Merdzan ist am 25.07.2016 erschienen.

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