Liza & Kay: Liza&Kay – Album Review

Liza & Kay: Liza&Kay – Album Review

Eleganter und anmutiger Liedermacher- und Indie-Pop des Hamburger Duos

von Gérard Otremba

Zauberhaft! Einfach zauberhaft, was uns das Hamburger Duo Liza & Kay auf seinem selbstbenannten Debütalbum präsentiert. Zwölf außerordentlich liebreizende Songs versammeln sich auf Liza&Kay, die von der verträumten, fast kindlichen Stimme von Liza Ohm dominiert werden, Kay Petersen trägt die passende zweite Stimme zu den sanften, wohltemperierten und überaus warmherzigen Arrangements bei. Verhältnismäßig schwungvoll beginnt das Album mit dem Gitarrenpop von „Deine Kammer“, mit einem sich edel in die Komposition einbettenden Trompetenspiel. Trotz des lebhaften Auftakts, ist das Sehnsüchtig-Melancholische, das Verspielt-Liebliche, das sich durch die Platte zieht, hier schon vorhanden. Liza & Kay verkommen deswegen noch lange nicht zu Trauerklößen, ihr Indie-Folk-Pop ist immer fein ziseliert, zarter, eleganter Liedermacher-Pop („Mitternacht“, „Dabei“, „Ein Boot“) wechselt sich mit vorwärtspreschenden, euphorischen, ungemein catchy Indie-Pop-Songs („Plötzlich ein Wille“, „Turmhoch“) ab.

Doch egal, welches Tempo Liza & Kay auch eischlagen, allen Tracks auf dem Longplayer liegt ein unglaublicher, alle in ihren Bann ziehender, Charme zu Grunde. Wie zum Beispiel in den beiden letzten Liedern des Albums, „Alles Gut und „Lass los“, zwei wahre Singer-Songwriter-Perlen, ganz behutsam und minimalistisch instrumentiert, erzielen sie die größtmögliche emotionale Wirkung. Man möchte Liza & Kay dafür sofort umarmen. Zwischen gut austarierten Alltagsbeobachtungen und dem essentiellen großen Thema, natürlich der Liebe, pendeln die intelligenten Texte und wer sich nicht sofort in den Song „Sandburgen“ verliebt, hat sein Herz auf dem falschen Fleck. Ein ganz wunderprächtiges, melodieverliebtes Lied, das einen frohlocken lässt. Der Song ist, genau wie das Album, die große, anmutige Pop-Geste, der man als Musikliebhaber nur allzu gerne verfällt.

„Liza&Kay“ von Liza & Kay ist am 12.06.2015 bei Fleet Union erschienen.

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