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14. Juni 2022Die amerikanische Indie-Rock-Band The National gastierte zum vierten Mal im Hamburger Stadtpark und zeigte sich von ihrer besten Seite
Gern gesehene Gäste im Stadtpark sind The National inzwischen geworden. Der Gig am 13.06.2022 war nach 2010 sowie den jeweils von uns rezensierten Auftritten von 2014 und 2019 der bereits vierte der amerikanischen Indie-Rock-Band im beschaulichen Rund des Stadtpark-Open-Air-Geländes, dazwischen beehrten The National auch den großen Saal der Elbphilharmonie (Sounds & Books berichtete). So gern gesehen, dass ein neues, zu promotendes Album gar nicht mehr nötig ist für ein Konzert in Hamburgs schönster Freiluft-Arena. Knapp 4000 Besucher fanden sich bei trockenen Bedingungen, aber Temperaturen deutlich unter 20 Grad und stetig wehendem Wind für die nächste beeindruckende The-National-Show in der Millionenstadt an Elbe und Alster ein.
Courtney Barnett als Support
Den Abend eröffnete indes kurz vor 19 Uhr Courtney Barnett mit ihrer dreiköpfigen Band. Ein herausragender und namentlich vergleichsweise bekannter Support, hat die australische Musikerin mit ihren drei auch von Sounds & Books besprochenen Alben „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“, „Tell Me How You Really Feel“ und „Things Take Time, Take Time“ bereits in Indie-Kreisen mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Bei ihrem gut 35-minütigen Auftritt hinterließ die 34-Jährige einen legeren, aufgeräumten und sympathischen Eindruck, mit dem sie das Publikum schnell um den Finger wickelte.
The National und die Songs ihrer Durchbruchsalben
Um 20 Uhr betrat die siebenköpfige Band um Sänger Matt Berninger die Stadtpark-Open-Air-Bühne, um die Fans 110 Minuten lang in ihre düster-traurige und doch so schöne Indie-Rock-Welt zu entführen. Die Live-Darbietung von The National konzentrierte sich im Wesentlichen auf Songs der Alben „Boxer“, „High Violet“ und „Trouble Will Find Me“, also die zwischen 2007 und 2013 veröffentlichten Durchbruchsplatten, die die Band in die Charts hievten und mit jeweils fünf Songs auf der Setlist vertreten waren. Frontmann Matt Berninger verzichtete diesmal auf seinen eigentlich obligatorischen Spaziergang durch die Besucherschar, warf aber immer wieder einen prüfenden Blick auf seine Fans und suchte bereits frühzeitig die Nähe zu den ersten Reihen. Höchst konzentriert gingen The National zu Werke, die Wechsel zwischen Balladen und treibenden Stücken funktionierte prächtig, der Sound war satt und für Stadtparkkonzerte sogar vergleichsweise laut.
Konzert-Höhepunkte
Der Einstieg mit „Don’t Swallow The Cap“, „Mistaken For Strangers“ und dem Alltime-Klassiker „Bloodbuzz Ohio“ hätte dramaturgisch nicht besser aufgebaut sein können. Nicht nur für die überbordende Stimmung war die Idee ganz stark, auf „Lemonworld“ und „Conversation 16“ noch „Apartment Story“ folgen zu lassen. Auch den Furor am Ende von „England“ mit der Dynamik von „Graceless“ zu veredeln, gehörte zu den Setlist-Höhepunkten dieses Abends. Im Zugabenteil Berninger dann völlig extrovertiert bei „Mr. November“, dem die große Party bei „Terrible Love“ folgte. Als Abschluss dann mal nicht „Vanderlyle Crybaby Geeks“, sondern das wunderschöne „About Today“. Ein gebührendes Ende des wohl besten The-National-Konzerts im Stadtpark so far.




















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