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17. Juli 2019Zwei Stunden The National im Hamburger Stadtpark
Auf ihrer Tour zum neuen, auch bei Sounds & Books besprochenen Album „I Am Easy To Find“, machten The National am 16.07.2019 wieder einmal im Hamburger Stadtpark Halt, wo sie zuletzt vor fünf Jahren auftraten. Matt Berninger, die Brüderpaare Bryce und Aaron Dessner und Scott und Bryan Devendorf sowie fünf Musiker als Verstärkung, darunter die Sängerinnen Gail Ann Dorsey und Mina Tindle, sorgten für einen weiteren Höhepunkt der diesjährigen Stadtpark-Open-Air-Saison, die bereits mit Konzerten u.a. von Element Of Crime, Van Morrison, Midnight Oil und Weezer aufwarten konnte.
Adia Victoria als Support
An diesem herbstlichen, aber trockenen Juli-Abend eröffnete Adia Victoria mit ihrer Band das Programm in der Open-Air-Arena. Der 32-jährigen aus Nashville, die im Februar ihr zweites, von Aaron Dessner produziertes Album „Silence“ veröffentlichte, gelang mit ihrer aus Gothic-Blues, Rock und Soul gespeisten Musik das perfekte Vorprogramm für The National. Zahlreiche Besucher des seit Wochen ausverkauften Konzertes waren bei Adia Victoria schon zugegen, bevor The National nach einer halben Stunde Pause lässig und entspannt um 20 Uhr die Bühne betraten. Die Bühne, auf der Weezer vor zwölf Tagen noch die Gesetze einer Tournee durchbrachen und trotz aktuellem Album keine neuen Songs spielten.
Matt Berningers Fannähe
The National stellten die Gesetzmäßigkeiten wieder her. Elf Songs des neuen Albums „I Am Easy To Find“ standen auf der Setlist des zweistündigen Auftritts der Indie-Rock-Band aus Brooklyn. Dementsprechend gehörten die ersten Minuten mit „You Had Your Soul With You“, „Quiet Light“, „The Pull Of You“ und „Hey Rosey“ aktuellem Material. Bei einem The National-Konzert konzentriert sich viel auf den charismatischen Sänger Matt Berninger, der sich, wie üblich, seinen Gang durch das Publikum nicht nehmen ließ, diesmal während der Zugabe „Mr November“, häufig die Fans in der ersten Reihe abklatschte, Selfies machte oder mit ihnen mit einem Bier anstieß. Die Stimmung war vom ersten Ton an gut und die Band fand eine bessere Laut-Leise-Balance in der Anordnung ihrer Stücke auf der Setlist als noch 2017 beim Auftritt in der Elbphilharmonie.
Die The National-Konzerthighlights
Neben den obligatorischen The-National-Konzert-Highlights wie „Don’t Swallow The Cap“, „Bloodbuzz Ohio“, „Day I Die“ oder „Terrible Love“, überzeugten an diesem Abend besonders „Where Is Her Head“, „The System Only Dreams In Total Darkness“ und „Graceless“. Ebenso beeindruckten Balladen wie das bläserunterstützte „Fake Empire“, das elegische „Not In Kansas“ und das innige „Light Years“. Spätestens am Ende, beim von den meisten Anwesenden dezent und andächtig intonierten „Vanderlyle Crybaby Geeks“, Matt Berninger diente nur noch als Taktgeber und Fanflüsterer, waren alle verzaubert. Es muss nicht wieder vier Jahre bis zum nächsten The National-Konzert im Stadtpark dauern.
























