Deutschland ist Fußball-Weltmeister 2014

Löw, Lahm, Schweinsteiger und Klose auf dem Gipfel

von Gérard Otremba

Die deutsche Nationalmannschaft ist zum vierten Mal nach 1954, 1974 und 1990 Fußball-Weltmeister. In einem hart umkämpften, intensiven und jederzeit spannenden Endspiel setzte sich das Team von Joachim Löw mit 1:0 nach Verlängerung gegen den zweifachen Champion Argentinien durch. Es war die 113. Spielminute im Finale zwischen Deutschland und Argentinien, als André Schürrle zu einem Flankenlauf ansetzte, den frei stehenden Mario Götze im Strafraum bediente, der den Ball mit der Brust stoppte und volley mit dem linken Fuß am argentinischen Torhüter Sergio Romero vorbei ins Tor schoss. Wieder einmal hatte Bundestrainer Löw ein glückliches Händchen, war es doch die Kooperation der beiden eingewechselten Schürrle und Götze, die den glücklichen, aber verdienten Erfolg des DFB-Teams sicherstellte. Das Finale vor 74 000 Zuschauern im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro begann mit einer kurzfristigen Umstellung in deutschen Startformation, für den an der Wade verletzten Sami Khedira rückte der international bislang kaum zum Einsatz gekommene Christoph Kramer ins Mittelfeld. Der 23-jährige Kramer fügte sich jedoch nahtlos in das das Spiel der Löw-Truppe ein, war stets präsent und hatte das große Pech, von der Schulter der argentinischen Abwehrrecken Ezequiel Garay am Kopf getroffen und in der 30 Minute gegen Schürrle ausgewechselt worden zu sein.

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Die Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm war versucht, das Spiel an sich zu reißen, doch wie befürchtet, machte es ihr das perfekt organisierte argentinische Abwehrbollwerk das Leben schwer. So entwickelte sich ein zähes Ringen mit wenigen klaren Chancen. Die beste auf deutscher Seite vergab in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Benedikt Höwedes, der einen von Toni Kroos getretenen Eckball an den Pfosten köpfte. Zuvor scheiterte Schürrle mit einem 15-Meter-Schuss an Romero. Bei der Albiceleste, die mit Lionel Messi und Ezequiel Lavezzi zwei brandgefährliche Angreifer in ihren Reihen hatte, stand sich Gonzalo Higuain selbst im Weg, als er nach einen verunglückten Kroos-Kopfball völlig frei vor Manuel Neuer auftauchte und den Ball kläglich um einige Meter am deutschen Tor vorbeischoss. Ähnliches Bild in der zweiten Halbzeit. Deutschland immer wieder feldüberlegen, Messi setzte gelegentliche Nadelstiche. Das Finale war nicht hochklassig, aber das nötige Kribbeln war immer zu spüren. Es war ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, das in der Verlängerung mit dem entscheidenden Götze-Tor den absoluten Höhepunkt fand. Neun Minuten später pfiff der italiensicher Schiedsrichter Nicola Rizzoli das Endspiel ab und die Mannschaft um die an diesem Abend überragenden Jerome Boateng und Bastian Schweinsteiger, sowie den Antreibern Lahm, Thomas Müller, Miroslav Klose und Mesut Özil konnte endlich feiern.

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