Das Bela Meinberg Trio live in der Hamburger Cascadas-Bar

Das Bela Meinberg Trio live in der Hamburger Cascadas-Bar

Der junge Pianist Bela Meinberg als Vertreter der nächsten Jazz-Generation

von C.K. (Beitragsfoto: Logo Cascadas Bar)

Die nächste Jazz-Generation heißt Bela Meinberg (Klavier), der am 10.10.2014 in der Cascadas-Bar mit den schon etwas älteren Hasen der neuen Generation, Christian Müller am Kontrabass und Nathan Ott am Schlagzeug, das erste „Next Generation“ – Konzert spielte. Als Sohn des Jazzpianisten Bernd Homann und Neffe des Jazztrompeters Stephan Meinberg wurde ihm diese Musik praktisch in die Wiege gelegt. Gerade mal 19 Jahre alt, studiert er seit einem Jahr an der HfMT Hamburg bei Buggy Braune. Vor ca. einem Monat hatte Nathan Ott die Idee, mit diesem Trio in der Cascadas-Bar aufzutreten. Dann gab es ein paar Proben, um nun energievollen und reifen Jazz abzuliefern: Nach der temperamentvollen Eröffnungsnummer „Dearly Beloved“ (Jerome Kern) nimmt das Trio mit der nächsten Komposition des Hannoveraner Jazzpianisten David Kölling, „Schweben“, das Tempo erst einmal heraus. Sphärische Klänge hier und sparsam harmonisierte Melodien beim darauf folgendem Standard „You don´t know what love is“ (Gene De Paul) besänftigen die Zuhörer, bevor mit dem nächsten Stück von Christian Müller einer der Höhepunkte des Abends begangen wird: „Rectal Destruction“ beginnt mit schrägen Klängen des gestrichenem Kontrabasses, zu denen sich z.T. mit der Hand gespielte Becken und leise Klaviertöne gesellen. Dann verwandeln sie sich in einen mitreißenden Groove, der von Tempo- und Taktwechseln durchbrochen wird und mit percussiv gestreuten Akkordgriffen und energievoll gespieltem Schlagzeug und Bass ein spannungsreiches Hörerlebnis bietet. Nach dem ruhigen „25“ von Nathan Ott wird das erste Set mit dem dynamischen „Humpty Dumpty“ (Chick Corea) beendet. Mit diesem Mix aus Jazz-Standards und eigenen Stücken geht es nach der Pause weiter, und nach begeistert herausgeklatschten Zugaben darf man hoffen, dass weitere „Next-Generation“-Konzerte folgen. Auch mit der Reihe „Jazz meets school“ (Jugendband und Profiband im gemeinsamen Auftritt) kümmert sich die Jazzfederation Hamburg mit denen von ihr präsentierten Jazz-Konzerten im Cascadas außerdem um die Nachwuchsförderung. Die nächste Jazz-Generation kann kommen!

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