Gérard bloggt über seine sportlichen Ziele 2016

Gérard bloggt über seine sportlichen Ziele 2016

Die Deutsche Meisterschaft im 10-Kilometer-Straßenlauf als saisonaler Höhepunkt

von Gérard Otremba (Beitragsfoto: Oliver Schwarz)

Bereits kurz nach dem Berlin-Marathon stand für mich fest, das Jahr 2016 ohne die Königsdisziplin des Laufsports an mir vorüberziehen zu lassen. Nach drei Marathonjahren in Folge (Hamburg 2013 mit der aktuellen Bestzeit 3:10:10, Hamburg 2014 mit Verletzung und Krankheit vier Wochen vor dem Start, die Zeit war dann nicht mehr so wichtig, sowie Berlin 2015 mit der zweitbesten je gelaufenen Marathon-Zeit), habe ich mich entschlossen, dieses Jahr andere Reize zu setzen und neue Ziele zu definieren. Lange Dauerläufe im Schnitt von 5:20 bis 5:30 beherrsche ich nach sieben Marathonvorbereitungen inzwischen wie im Schlaf.

Allein die Tempohärte auf den Mitteldistanzen bis 10 KM lässt immer noch etwas zu wünschen übrig. Und möchte ich 2017, oder später, die Marathon-Schallmauer von 3 Stunden doch noch ernsthaft angreifen, ist die Verbesserung meiner Grundschnelligkeit dringen vonnöten. Insofern lag es nahe, mir den Hamburger Alsterlauf am 11.09. als Saisonhöhepunkt auszusuchen. Meinen Rekord auf dieser 10-Kilometerstrecke lief ich 2014 in 40:15 Minuten, natürlich ist es mein Ziel, die Bestzeit unter 40 Minuten zu drücken. Vor drei Jahren war der Alsterlauf gleichzeitig auch die offizielle Hamburger Meisterschaft im 10-KM-Straßenlauf, dieses Jahr genießt das Rennen gar den Status der Deutschen Meisterschaft. Ein schöner und irgendwie lustiger Gedanke, mit dann 47 Jahren an meiner ersten Deutschen Meisterschaft teilzunehmen.

Als Mitglied des Hamburger Sportclubs (HSC) komme ich beim Übertreten der Ziellinie auch in die Wertung, da gibt es dann kein Zurück mehr, dann muss die Form punktgenau vorhanden sein. Als letzter ernst zu nehmender Test dient mir am 31.08. der Mopo-Staffellauf, den ich wieder als Teil einer HSC-Staffel laufen werde, nachdem ich aufgrund meiner Marathonvorbereitung letztes Jahr schweren Herzens auf dieses in Hamburg überaus beliebte Event im Stadtpark verzichtete. Die selektive 5-Kilomterstrecke wird voll durchgelaufen und Aufschluss über meinen Trainingszustand geben.

Ich gehöre zu den Läufern, die pro Jahr nur an sehr wenigen Wettkämpfen teilnehmen und sich dann aber konsequent darauf vorbereiten. Da es jedoch bis September noch so ewig lange hin ist, werde ich im Frühjahr aller Voraussicht nach am 08.05. den Rahlstedter Wandselauf mitmachen. Bei diesem Volkslauf ist eine Distanz von 15 Kilometern zu absolvieren, die ich bei ent- und ansprechender Form angehen werde. Die ist zur Zeit mehr als bescheiden, muskuläre Probleme oder mangelnde Zeit machten einen geregelten Trainingsrhythmus in diesem Jahr noch nicht wirklich möglich.

Immerhin reichte es diese Woche für vier Läufe, aufgrund der beiden anstrengenden und intensiven Tempo-Sprint-Einheiten am Dienstag und Donnerstag, lief es sich während der Wochenenddauerläufe (gestern 15 KM im Schnitt von 5:27, heute im Hamburger Schneetreiben 11 KM im Schnitt von 5:40) wie auf rohen Eiern. Zwar kein Muskelkater, aber allgemeine Beinschmerzen verhinderten geplante lockere Läufe. Ein ästhetisch wertvoller Laufstil sieht anders aus. Doch auch der wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben und die liegen in Form von lustigen Laufplänen vor mir.

Manchmal nehme auch ich dann mal ohne jeglichen Bestzeitzwang, just for fun, an einem Lauf teil, und sofern keine Verletzungen dazwischenkommen, wird es dieses Jahr der vom FC St. Pauli organisierte Lauf gegen Rechts am 29.05. sein. Diese 7,4 KM links um die Alster werde ich ohne persönliche Zeitvorgabe (heißt übersetzt: so schnell wie möglich ins Ziel) aus dem Trainingsrhythmus heraus bestreiten. Hier heißt es einfach Flagge zeigen und dabei sein. Ich werde euch über meine Ambitionen auf dem Laufenden halten…

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