Fiesta Morose live in Hamburg – Konzertreview

Fiesta Morose live in Hamburg – Konzertreview

Das schwedische Quartett Fiesta Morose zu Gast im der neuen Hamburger Location Helter Skelter

Am vergangenen Donnerstag öffnete die Helter Skelter-Bar ihre Pforten mit einem rauschenden Fest. Im Generator Hostel am Steintorplatz 3, direkt gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof gelegen, hat die nach dem Beatles-Song benannte Bar ihre Heimat gefunden. Ein neuer Ort für musikalische Begegnungen in Hamburg also, der regelmäßige Musikevents anbietet, von Club-Abenden mit DJs bis hin zu Live-Auftritten. Die Erinnerung an die Beatles kommt nicht von Ungefähr, nutzte die berühmte Liverpooler Band einst das im Klockmannhaus befindliche Studio für eigene Aufnahmen. Memorabilia an den Wänden erinnert an weitere Künstler der 60er und 70er-Jahre.

Am gestrigen Mittwoch, 29.03.2017, war die schwedische Band Fiesta Morose zu Gast im Helter Skelter. Die Band um Golden Kanine-Sänger und Gitarrist Andreas Olrog hat Ende Februar ihr Debütalbum Dancing Days veröffentlicht und der Gig im Helter Skelter war das erste gemeinsame Konzert vor Publikum. Es war eine Art Familienfeier, schließlich spielte Andreas‘ Bruder Jonas den Bass, dessen Frau Sara bediente das Keyboard und weitere Familienmitglieder waren unter den Gästen zu finden. Schlagzeuger Micka Sahlin komplettierte das Bandgefüge, das prächtig harmonierte und für 50 Minuten zahlreiche Facetten des Indie-Rock offenlegte. Das Repertoire von Fiesta Morose reichte von der Blues-Ballade („Was Blue“), über von Tom Petty inspirierten Hartland-Rock samt verzerrten Wah-Wah-Gitarren („Silver Lightning“) bis hin zum ausufernden Rumpel-Rock von „The Race“.

Ein langsam beginnender Song, der zum Ende hin Heavy-Gefilde ausbrach. Ein perfekter Konzert-Opener, der das Publikum sofort in seinen Bann zog. Immer wieder schoben sich aber auch schöne, an Wilco erinnernde Americana-Parts in die Fiesta Morose-Kompositionen. So funktionierte ruhiger Stoff wie „Brothers“ oder das verspult-melancholische „Break“ live ebenso gut wie die rocklastigen Stücke des Quartetts. Was für Andreas Olrog als Sidekick von Golden Kanine begann, entwickelt sich zukünftig vielleicht als Mittelpunkt seiner Musikkarriere. Auf jeden Fall sollte man Fiesta Morose im Auge behalten. Genauso wie das Programm im Helter Skelter.

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