Descendents: 9th & Walnut – Albumreview

Descendents: 9th & Walnut – Albumreview

Neues Descendents-Album mit Songs aus den Jahren 1977-1980

Nach dem Tod von Frank Navetta 2008 verpufften die Hoffnungen vieler Fans, die Descendents könnten in Original-Besetzung noch einmal an ihre Blütezeit anknüpfen. Ganze 13 Jahre Jahre später wird genau dieser Fantraum nun doch wahr. Auf “9th & Walnut” – benannt nach der Kreuzung in in Long Beach, an der der Proberaum der Band lag – sind 18 Tracks versammelt, die zwischen 1977 und 1980 entstanden. Mit „Ride The Wild“, „It’s A Hectic World“ und „Glad All Over“ gibt es sogar drei Songs aus den ganz frühen Anfangstagen der Band.

Descendents durch und durch

Descendents 9th & Walnut Cover Epitaph Records

Das Material ist aber keineswegs B-Ware. Tony Lombardo (Bass), Bill Stevenson (Drums), Frank Navetta (Gitarre) und Milo Aukerman (Vocals) sind hier zum Teil in absoluter Topform zu hören. Das mit Tempo- und Akkordwechseln nur so bestückte “Tirade Of Being Tirade” oder das schon auf Live-Konzerten gefeierte “Nightage” gehören gar zum Besten, was von der Band erhältlich ist. Auch “Mohicans” ist groß und klingt wie ein zu Unrecht vergessener Evergreen aus der Punkrock-Jukebox. Das quirlige “It’s My Hair” zeigt das Quartett von seiner impulsivsten Seite, “To Remember” ist fast schmerzhaft wehmütig. Und das The Dave Clark’s Five-Cover “Glad All Over” führt vor Ohren, wie gut die Band spielen konnte.

Keine B-Ware

Auch wenn diese Songs in unterschiedlichen Jahren entstanden und auch wenn an ihnen mit Sicherheit nachträglich gefeilt wurde: Das Album klingt wie aus einem Guss. Es hat den Punch und die Finesse ihrer besten Arbeiten. Und vor allem macht es Spaß. Fast 45 Jahre nach ihrer Gründung sind Descendents wieder einmal zurück. Wie alte Freunde, die unangekündigten mit einem Sixpack unterm Arm klingeln und dich überreden, dich mit ihnen in die Nacht zu werfen. Braucht man nicht mehr, dachte man. Stimmte aber nicht.

“9th & Walnut” von Descendents erscheint am 23.07.2021 bei Epitaph Records / Indigo. (Beitragsbild: Pressefoto, Epitaph)

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