Alfred Hitchcock: Die Top-Ten-Filme

Alfred Hitchcock: Die Top-Ten-Filme

Die Liste der Top-Ten-Filme des Meisterregisseurs Alfred Hitchcock bei Sounds & Books

Gelegentlich schaut Sounds & Books über den thematisch vorgegebenen Tellerrand der Musik und Literatur. Wie bereits bei den Top-Ten-Folgen der Krimi-Reihe Columbo sowie den zehn besten James-Bond-Filmen widme ich mich erneut der Cineastik, bewege mich somit aber weiterhin auf dem weiten Feld der Popkultur. Der britische Regisseur Alfred Hitchcock gehört zu den legendären Filmemachern des 20. Jahrhunderts, der das Suspense-Genre nachhaltig prägte. Die gruseligen Filmmomente waren mir immer zu gruselig, weshalb „Psycho“ nicht, wie vielleicht von einigen Hitchcock-Enthusiasten erwartet, an der Spitze dieser Liste seiner Top-Ten-Filme steht und „Die Vögel“ gar nicht auftaucht. Eine Liste die aus persönlichen Lieblingsstreifen und weiteren Klassikern des 1899 geborenen und 1980 verstorbenen Meisterregisseurs besteht. Seine Werke aus den 20er-Jahren sind mir nicht bekannt, aus den 30er-Jahren nur wenige. Insofern speist sich diese Liste überwiegend aus seiner Schaffenszeit in Amerika.

Ein monumentales Buch über Hitchcocks Filme bei Delius Klasing

Hitchcock Alle Filme Cover Delius Klasing Verlag

Über das Gesamtwerk Hitchcocks ist im Oktober 2020 bei Delius Klasing der Wahnsinnsband „Hitchcock – Alle Filme“ erschienen. In chronologischer Reihenfolge stellen Bernard Benoliel, Gilles Esposito, Murielle Joudet und Jean-François Rauger sämtliche von Alfred Hitchcock gedrehte Kino- und TV-Filme vor. Biografisches, Hintergründe, Rezeptionen, Abseitiges, Szenenfotos, Analytisches sowie Kurzportraits der an den Filmen beteiligten Stars wie Ingrid Bergmann, Grace Kelly, Cary Grant und James Stewart gehören zum Inhalt dieses spektakulären Bandes. Ein so monumentales Buch wie Hitchcocks beste Filme. Alle Fans der Alfred-Hitchcock-Filme sollten sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Und nun wünsche ich viel Vergnügen mit der Liste der

Top-Ten-Filme von Alfred Hitchcock

1. Der unsichtbare Dritte

Seit jeher mein Alfred-Hitchcock-Lieblingsfilm und deshalb folgerichtig auf Platz 1 dieser Liste. Einmal mehr besetzt der großartige Cary Grant (gab es jemals einen smarteren Schauspieler?) die männliche Hauptrolle eines Hitchcock-Klassikers. Keinen anderen Hitchcock-Film habe ich häufiger gesehen als dieses exzellente Thriller-Drama mit zunächst undurchsichtiger Handlung sowie den berühmten Verfolgungsszenen im Maisfeld und dem Mount Rushmore. Die vierte und letzte Zusammenarbeit zwischen Alfred Hitchcock und Cary Grant von 1958 war auch ihre beste.

2. Über den Dächern von Nizza

Drei Jahre zuvor erschien „Über den Dächern von Nizza“, ebenfalls mit Cary Grant. Es mag wichtigere und bedeutender Filme in Hitchcocks Karriere geben, aber die mondäne Atmosphäre der Côte d’Azur hat mich schon in jungen Jahren magisch angezogen. Außerdem dient die Krimi-Plot um eine Reihe von Juwelendiebstähle an der Französischen Riviera als Rahmenhandlung für eine romantische Komödie, in der die wunderschöne Grace Kelly in ihrer Rolle als verwöhnte und reiche Amerikanerin glänzt. Ein großes Vergnügen.

3. Psycho

Der wohl berühmteste aller Hitchcock-Streifen ist mir persönlich, wie oben erwähnt, zu gruselig, weshalb ich ihn mir nicht so häufig ansehen kann und muss. Aber die Schock-Effekte sowie Anthony Perkins‘ Darstellung des Psychopathen Norman Bates sind natürlich brillant. Und deshalb gebührt „Psycho“ ein Platz auf dem Treppchen.

4. Das Fenster zum Hof

Wohnung, Innenhof und der Blick durch die Fenster in das Privatleben der Nachbarn des mit einem Gipsbein an den Rollstuhl gefesselten, von James Stewart gespielten Fotoreporters L.B. Jefferies genügen Hitchcock als Setting für diesen mit seiner stillen, die Einsamkeit und Routine der Großstädter einfangenden Atmosphäre auftrumpfenden Klassiker. Grace Kelly darf das schöne Glamour-Girl spielen, das sich diesmal in direkte Gefahr mit dem Mörder begibt.

5. Berüchtigt

Ingrid Bergmann und Cary Grant als Traumpaar vor der Kamera. Tolles Melodram und stetige Hochspannung. Großes, magisches Kino eben. Welches Gesicht ist denn jetzt nun schöner? Das von Ingrid Bergmann, oder das von Grace Kelly?

6. Bei Anruf Mord

Und noch einmal Grace Kelly. In ihrer ersten Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock betrügt sie ihren Ehemann, der sie aus Rache umringen lassen will. Kelly und Hitchcock, die Kombination passte einfach immer. Übrigens ging Grace Kelly eine Affäre mit ihrem verheirateten Schauspielkollegen Ray Milland ein und sorgte für einen handfesten Skandal in den Medien.

7. Cocktail für eine Leiche

Nach einem Stück des britischen Theaterautors Patrick Hamilton, der sich von einem wahren Fall inspirieren ließ. Hitchcocks erster Farbfilm von 1948 bleibt trotz damaliger eher durchwachsener Kritiken einer meiner Favoriten. Dazu tragen die Ambivalenz der Rolle von James Stewart als ehemaliger Professor der beiden Täter sowie die Ironie und Zynismus, mit der der Mord begangen und ausgekostet wird

8. Vertigo – Aus dem Reich der Toten

Obsessiv, illusorisch, albtraumhaft. Mit dem charismatischen James Stewart nimmt ein alter Hase die männliche Hauptrolle ein, und mit Kim Novak ist eine neue Blondine zu sehen.

9. Die 39 Stufen

Nach einem Roman des Spionageroman-Schriftstellers John Buchan, der Hitchcocks Adaption besser als seine eigene Buchvorlage fand. Und für Orson Welles schlicht ein „Meisterwerk“. Wie könnte man da widersprechen? Das einzige Werk von Alfred Hitchcock aus den 30-Jahren, das es in meine Liste seiner Top-Ten-Filme geschafft hat.

10. Der Mann, der zu viel wusste

Das Remake seines eigenen Films aus dem Jahre 1956 mit James Stewart und Doris Day. Und wenn man ganz genau hinhört, singt Frau Day natürlich „Que Gérard, Gérard“, weshalb ich den Film hier noch unterbringen musste. Kleiner Scherz am Rande, aber den Film mag ich doch sehr.

Das Beitragsbild stammt vom Buchcover „Hitchcock – Alle Filme“ aus dem Delius Klasing Verlag. Das Buch ist bei unseren Partnern erhältlich:

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