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26. August 2026Americana und Roots-Rock: Everlast erzählt auf „Embers To Ashes“ seine Geschichten mit viel Weisheit und musikalischer Konsequenz
Everlast braucht keine großen Gesten mehr. Akustikgitarre, ein wenig Slide, gemächliches Tempo – und dann setzt diese feste, angeraute Stimme ein, die schon immer klang, als hätte sie ein paar Nächte zu viel hinter sich. Acht Jahre nach seinem letzten Album kehrt der 61-Jährige mit „Embers To Ashes“ bemerkenswert entspannt zurück. 17 Songs lang geht es um Verlust, Neuanfang, Liebe, Wut und die Erkenntnis, dass am Ende ohnehin alles vorübergeht.
Verzicht auf große Gesten
Produziert von Yelawolf und in Nashville aufgenommen, steht das Album fest im Americana- und Roots-Rock-Boden. Everlast erzählt seine Geschichten nicht mit
ausgestrecktem Zeigefinger, sondern mit der Gelassenheit eines Mannes, der inzwischen genug erlebt hat, um nicht mehr alles erklären zu müssen. Das macht „Embers To Ashes“ zu einer erstaunlich erwachsenen Platte – und zu einer, die erfreulich wenig Nostalgie nötig hat. Schon „Mistaken Identity“ und „Peace Of Mind“ besitzen jenes unmittelbare Hit-Potenzial, das Everlasts beste Songs seit jeher auszeichnet. „Out Of Our Way“ setzt ein paar funky Gitarrenlicks in den Hintergrund, während „Rubber Bullets“ deutlich dunkler und dramatischer ausfällt. Der Song entstand unter dem Eindruck der Proteste nach dem Mord an George Floyd und fügt sich dennoch organisch in die persönliche Perspektive des Albums ein. „Ain’t Coming Home Tonight“ schlägt anschließend einen versöhnlicheren, geradezu aufmunternden Ton an.




