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27. August 2026Nach vier Jahren melden sich Interpol mit „This Mirror Weighs A Ton“ zurück. Vieles daran macht ziemlich schnell Spaß. Ganz ohne Haken kommt die Sache allerdings nicht daher.
von Mia Lada-Klein
Die aus New York stammende Band Interpol haut mit „This Mirror Weighs A Ton“ ihr erstes Album seit vier Jahren auf den Markt. Und um ein bisschen vorwegzunehmen: Der erste Eindruck ist tatsächlich durchweg positiv. Mit einem kleinen Aber. Aber der Reihe nach.
Den Anfang macht der Titelsong „This Mirror Weighs A Ton“, eine ruhige, verhallte Nummer, die sich mit Isolation, innerer Schwere und dem Versuch beschäftigt, trotz allem weiterzumachen. Große Fröhlichkeit sollte man bei Interpol ohnehin nicht erwarten. Wer nach „Evil“ noch dachte, diese Band würde irgendwann plötzlich anfangen, Konfettikanonen auf der Bühne abzufeuern, hat vermutlich nicht richtig zugehört. Der Bass von „Evil“ ist schließlich längst in die Musikgeschichte eingegangen. Interpol haben ihren ganz eigenen Sound bereits
vor Jahren entwickelt und genau hier beginnt das Problem: Sie müssen inzwischen nicht nur gegen andere Bands anspielen, sondern auch gegen ihre eigene Vergangenheit.
Interpol: Altbekannt, aber fein herausgeputzt
Das gelingt ihnen zunächst erstaunlich gut. „See Out Loud“ ist bereits als zweiter Track ein ziemlich überzeugender Kandidat für die Repeat-Taste. Der Song bewegt sich thematisch zwischen Nähe, Begehren und emotionaler Unsicherheit, ohne daraus gleich eine total kitschige Beziehun…





