
Isabel van Gelder: Kissing You Away – Song des Tages
18. September 2026Alles im Rahmen: Auf ihrem dritten Album zeigen Slow Pulp ihre Bandbreite zwischen verträumtem Indie und kratzigem Powerpop
von Sven Weiss
Wenn man sein Album „Melodie“ nennt, dann geht damit durchaus eine gewisse Erwartungshaltung einher. Und Slow Pulp wollen dieser gleich im Eröffnungstrack „Yellow And Green“ nachkommen. Eine kratzige Akustikgitarre, die den Groove vorgibt, die verträumte Stimme von Emily Massey, eine ordentliche Portion Hall und ganz viel Melodie – es braucht keine fünf Sekunden und man schwebt mit Slow Pulp davon auf
ihre Dream-Pop-Indie-Wolke. Auf der mit „These Days“ schon der nächste Song im selben Stil wartet. Herrlich.
Gar nicht so melodieselig: Slow Pulp zeigen ihre ganze Bandbreite
Doch gerade als man sich so richtig schön auf der Wolke einkuscheln will, lockern Slow Pulp die Handbremse und schicken ihre erste Single „Better Man“ ins Rennen. Nach dem entspannten Albumauftakt erschrickt man fast ob der aggressiven Beats. Mit dem Titeltrack tritt die Band das Gaspedal endgültig voll durch. „Melodie“ ist gar nicht so melodieselig, wie …





