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6. Juni 2026Im Rahmen seiner „Overdose D’Amore GOLD Tour 2026“ trat Zucchero mit seiner Band am 04.06.2026 in der Hamburger Barclays Arena auf
Text und Fotos von Wanja Wiese
Leider war die Barclays Arena an diesem Abend nur zur Hälfte gefüllt, doch das Publikum war nach dem
obligatorischen Intro (La solitudine) sofort Feuer und Flamme, tanzte und sang und natürlich wurde mit den Mobiltelefonen eifrig gefilmt, erstaunlicher Weise jedoch vorwiegend im Querformat und das über alle Altersgruppen hinweg. Vielleicht haben sich die Menschen ihre heimischen Fernseher doch wieder waagerecht montieren lassen…
Tanzparty mit Zucchero
Das Tempo der Setlist wechselte zwischen langsamen und schnellen Stücken, wie dem immer wieder bezaubernden „Dune Mosse“, bei dem seinerzeit Miles Davis die Trompete spielte und „Baila (Sexy Thing)“. Das letzte Drittel gehörte jedoch eindeutig dem Rock. Die Tina-Turner-Nummer „Nutbush City Limits“ riss die Zuschauerinnen und Zuschauer auf allen Rängen aus ihren Sitzen und es wurde endlich eine Tanzparty, zum Glück ohne eine Polonaise! Jedes Bandmitglied bekam im Verlauf des Abends mindestens ein Solo, doch ein wunderbar langes Drumsolo von Yissy Garcia stand leider nicht auf dem Menü. Dafür gab es einige schön gespielte Gitarrensoli u.a. von Kat Dyson und schauspielerische Einlagen des Chefs, vorwiegend mit mindestens einer der Background-Sängerinnen / Tänzerinnen, Oma Jali und KEBA. Das hatte Witz!
Tolles Bühnenbild
Die gesamte Kapelle war sehr gut zusammen gestellt. Vollblutmusiker an jedem Instrument, die ihre Einsätze nicht verpassten und sich gegenseitig unterstützten. Der Sound war gut gemischt und die Gesangstimmen hatten durch die Bank weg eine Klarheit, die gerade die Klassiker wunderbar trugen. Was bei einem Konzert dieses Kalibers natürlich auch nicht fehlen darf war ein tolles Bühnenbild mit drei Leinwänden und eine durchweg sehr gute Arbeit der Beleuchtung. Viele Worte wandte Adelmo Fornaciari an diesem Abend nicht an sein Publikum, aber ein paar amüsante Anekdoten aus seinem Leben waren auch hier gut gesät und eine kurze Stichelei gegen seine erste Frau durfte wohl auch nicht fehlen. Selbstverständlich wurde das Konzert auch an diesem Abend von der einzigen Zugabe um „Senza Una Donna“ beendet, wie bei bisher jedem Konzert der Zucchero-Welttour.


































