Young Gun Silver Fox: AM Waves – Album Review

Young Gun Silver Fox: AM Waves – Album Review

Zurück in die Zukunft mit Young Gun Silver Fox

In der Blütezeit des Mittelwellenradios Mitte der 70er Jahre kamen die Hits von Westküsten-Acts wie Steely Dan, Chicago, Fleetwood Mac, Hall & Oates oder den Doobie Brothers. Es war Musik, die geschmeidig und voller Wärme war, bald aber als Yacht-Pop oder Yuppie-Soul abgestempelt wurde und in Ungnade fiel. Seit ein paar Jahren jedoch erfährt sie ein Revival – nicht zuletzt wegen der “Too Slow To Disco“-Sampler-Reihe.

Young Gun Silver Fox AM Waves AlbumcoverYoung Gun Silver Fox, das Duo aus Sänger Andy Platts und Multiinstrumentalist Shawn Lee, hatte schon mit dem Debut “West End Coast” eindrucksvoll gezeigt, dass Musik auch heute noch nach 1977 klingen kann. Mit “AM Waves” führen sie die Erfolgsgeschichte nun fort. “AM Waves” ist Musik für den Sommer, schwül, funky und sexy bis in die Haarspitzen. Wohin man auch schaut: Alles hier macht gute Laune: Der Opener “Midnight in Richmond” setzt leichtfüßig den Ton für das Album, “Take It Or Leave It” ist der Smasher mit Ohrwurm-Hook, das an “Dreams” von Fleetwood Mac angelehnte “Mojo Rising” perlt wie Söhnlein Brillant und “Love Guarantee” poliert die Disco-Schühchen.

Platts und Lee, die sich über Myspace kennenlernten, haben die Aufnahmen erneut getrennt voneinander eingespielt und sich die neuen Spuren hin- und hergeschickt. Trotzdem klingt alles wie aus einem Guss. “AM Waves” ist nicht einfach eine Hommage an die goldenen 70er, sondern eine Weiterentwicklung des Westküstensounds. Eine Reise zurück in die Zukunft.

“AM Waves” von Young Gun Silver Fox ist am 11.05.2018 bei Légère Recordings / Broken Silence erschienen (Beitragsbild: Albumcover).

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