Wolf Alice: Blue Weekend – Albumreview

Wolf Alice: Blue Weekend – Albumreview

Die britische Indie-Alternative-Rock-Band Wolf Alice hält die Spannung auch auf dem dritten Album „Blue Weekend“ hoch

Bereits mit dem 2015 veröffentlichten, und von uns an dieser Stelle rezensierte Debütalbum „My Love Is Cool“ hatten Wolf Alice nicht nur die Kritiker überzeugt. Der Longplayer stürmte auf Platz 2 der heimatlichen UK-Charts, ein Platzierung, die das Londoner Quartett auch mit dem zwei Jahre später folgenden „Visions Of A Life“ belegte. Den Mercury Prize gab es für Sängerin und Gitarristin Ellie Rowsell, Gitarrist Joff Oddie, Bassist Theo Ellis und Schlagzeuger Joel Amey ebenfalls und im Vorprogramm von den Foo Fighters und Queens Of The Stone Age traten sie auch auf. Ihren Alternative-Rock paarten Wolf Alice mit einschmeichelnden Indie-Pop-Melodien, die sich nicht minder gut in folkigen und psychedelischen Gefilden zurechtfanden.

Überwältigend-feierliche Vorabsingle

Wolf Alice Blue Weekend Cover Dirty Hit Records

Darüber hinaus denken Wolf Alice auf ihrem dritten Album „Blue Weekend“ nun den Indie-Pop-Rock auch noch in  Groß. Die überwältigende, vorab ausgekoppelte und von uns zum Song des Tages gekürte Single „The Last Man On Earth“ war ein erster Fingerzeit, zu welchen Dimensionen die Briten fähig sind. Ein salbungsvoller und feierlicher Abgesang auf die ausgediente Altherrenriege dieser Welt. Ein ganz leise beginnender und sich in schwindelerregende Sixties-Seventies-Songwriter-Pop-Höhen aufschwingender Track mit Gänsehautatmosphäre. Mit Sixties-Psychedelia spielt das zwischen sanft gleitenden Strophen und opulenten Refrains taumelnde „Delicious Things“ und mit Erhabenheit stattet die Band das nachfolgende „Lipstick On The Glass“ aus.

Wolf Alice variieren, ohne zu langweilen

Eine härtere Alternative-Rock-Gangart schlagen Wolf Alice im ebenfalls schon als Single veröffentlichten „Smile“ sowie im punkigen Riot-Grrrl-Rock-Track „Play The Greatest Hits“ an. Rowsell & Co. variieren ihren Stil, ohne Langweile aufkommen zu lassen. Die Folk-Note in „Safe From  Heartbreak (If You Never Fall In Love)“ gehört genauso dazu wie die Haim-Pop-Attitüde bei „How Can I Make It OK“ oder das Balladesk-Verträumte in „No Hard Feelings“. Der Closer „The Beach II“ fasst das alles noch einmal kompakt in einem Song zusammen. Endlich mal wieder eine Indie-Alternative-Rock-Band, die ihr Pulver nicht mit dem Debüt verschießt, sondern die Spannung auch auf dem dritten Album hoch hält.

„Blue Weekend“ von Wolf Alice erscheint am 04.06.2021 bei Dirty Hit Records. (Beitragsbild von Jordan Hemingway)

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