WIM: Boxer – Albumreview

WIM: Boxer – Albumreview

Die Hamburger Musikerin Nina Müller besticht auf dem Debüt-Album ihres Solo-Projekts WIM mit melancholischen und trickreichen Songs

Die Hamburger Songwriterin Nina Müller arbeitet schon seit einigen Jahren erfolgreich im Vorborgenen. Als Teil des Duos „Oskar & Oskar“ komponiert sie seit 2013 Musik für Film und Fernsehen und gemeinsam mit der Kollegin Laila Nysten ist sie unter dem Bandnamen Poems For Jamiro unterwegs. Als Komponistin und Texterin hat sie für diverse Künstler und Bands gearbeitet, darunter Die Prinzen, Lina Maly, Michael Schulte, Phil Siemers, Max Mutzke und Mister Me. Unter dem Moniker WIM geht Nina Müller nun mit einem Soloprojekt an den Start und fiel Sounds & Books als Support beim Helgen-Konzert im Oktober 2021 im Molotow-Backyard erstmalig auf.

Hypnotisch wirkende Chöre

WIM Boxer Cover Schwesterherz Records

Den Projektnamen erklärt sie mit folgenden Worten: „WIM ist ein Wimmelbild aus leisen Fragen ans Leben. ‚Was ist Musik?‘ könnte eine davon sein. Dann wäre WIMs Antwort vielleicht: nahbar, staubig, zärtlich, in bisschen traurig, leichtfüßig, filigran und pur.“ Womit Müller ihre WIM-Musik perfekt charakterisiert. Müllers Songs entfalten ihre Kraft in Form von feinfühligen Arrangements, die mal von zarten Streichern, und mal von perkussiven Drums in Szene gesetzt werden. Und manchmal, wie bei „Geistesblitzableiter“, sind Streicher und Schlagzeug Trumpf. Zahlreiche Songs leben nicht minder von den wundervollen, von Müller und Co-Produzent Toby Siebert arrangierten, fast schon hypnotisch wirkenden Chören.

Gefühlvolle und beschwingte WIM-Songs

Ja, Müllers Songs sind melancholisch und gefühlvoll, aber mitunter beschwingt, tricky, detailreich und warten schon mal mit Cello und Klarinette auf. Das ist Songwriter-Pop auf höchstem Niveau mit metaphernreichen, den Alltag einfangenden Texten. Allein der Einstieg mit dem von uns bereits als Song des Tages vorgestellten Opener „An manchen Tagen“, dem Titeltrack „Boxer“, dem schwermütigen „Wolkenkratzer“ sowie dem selbstbewussten „Löwenherz“ ist sein Geld wert. Und schlechter wird es nicht, versprochen. Ein lohnenswertes Unterfangen, sich auf die WIM-Musik einzulassen.

„Boxer“ von WIM erscheint am 20.05.2022 bei Schwesterherz Records. (Beitragsbild von Marie Krahl)        

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