
My Baby: Echo
10. Juli 2025
Blue Lake: Cut Paper – Song des Tages
11. Juli 2025Gekommen, um zu bleiben: Mit ihrem wuchtigen neuen Album, „Moisturizer“, machen Wet Leg unmissverständlich klar, dass sie derzeit die Speerspitze des britischen Zeitgeist-Indierocks sind.
von Carsten Wohlfeld
Es gibt sie noch, die waschechten Hypes, die früher mit schöner Regelmäßigkeit von den Kollegen des britischen NME losgetreten wurden. Zugegeben, heute sind es keine Magazine, bei denen die Druckerschwärze beim Lesen abfärbt, die uns erzählen, wer das nächste große Ding wird. Doch seit Wet Leg gleich mit ihrer fabelhaften Debütsingle „Chaise Longue“ so etwas wie den heimlichen Indie-Hit des Jahres 2021 abgeliefert haben und auch mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum nicht nur daheim in Großbritannien überall offene Türen einrannten, steht fest: An Wet Leg kommt niemand so schnell vorbei. Gleich zwei Grammys und ein Brit Award für das Album und ein Ivor Novello Award in der Kategorie „Songwriter of the Year“ waren der verdiente Dank für Rhian Teasdale und Hester Chambers und ihre
Band auf der Überholspur.
Wet Leg sind kein Sturm im Wasserglas
Inzwischen mit Ellis Durand (Bass), Henry Holmes (Schlagzeug) und Joshua Mobaraki (Gitarre /Synthesizer) zum Quintett angewachsen, zeigt die herrlich unberechenbare Band von der Isle of Wight auf dem Nachfolger nun eindrucksvoll, dass ihr Debüt keinesfalls nur ein Glücksgriff war. Anstatt den offensichtlichen Weg einzuschlagen und die Abkürzung in Richtung Popstar-Beliebigkeit zu nehmen, rücken Wet Leg mit ihrem für solche Fälle prädestinierten Produzenten Dan Carey auf „Moisturizer“ in Songs wie …





