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17. September 2025Auf dem Nachfolger zum immens erfolgreichen “Rat Saw God” feilen Wednesday weiter an den Nuancen in ihrem Klangkosmos
von Sven Weiss
Als Wednesday vor zwei Jahren ihr Album „Rat Saw God“ mit dem Doppelschlag aus „Hot Rotten Grass Smell“ und „Bull Believer“ eröffneten, war das schlicht eine Sensation. Die Band rückte schlagartig ins Rampenlicht der Indie-Gemeinde, obwohl es ja bereits ihr fünftes Album war. Und natürlich stellt sich nun die Frage, die sich bei solchen Meisterwerken ja immer stellt: Wie auf ein solches Album nachfolgen?
Wednesday auf der Suche nach der Balance zwischen Noise und Melodie
Wednesday gehen die Aufgabe ganz entspannt an. Die wilden
Noise-Attacken gewinnen etwas seltener die Oberhand. Dafür dürfen die Melodien etwas mehr glänzen. Auch wird der Regler das eine oder andere Mal wieder stärker in Richtung Country gedreht. Es sind Nuancen, um die es hier geht. Eine Verfeinerung im Sound, ein Schleifen an den Details. Denn natürlich gibt es wieder die Wednesday-typische Mischung aus Country-Twang, Indie-Charme und heavy Rock-Gitarren. Spätestens wenn beim Opener “Reality TV Argument Bleeds“ nach einer Minute Anlauf Sängerin Karly Hartzman auf ihre herrlich windschiefe Art einsetzt, fühlt man sich sofort zu Hause.
Und es gibt ja auch wieder jede Menge Hits. Der wunderbar relaxte Ohrwurm „Wound Up Here (By Holdin On)” zum Beispiel, das liebevoll dahingerotzte „Candy Breath“ oder das straight rockende „Bitter Everyday“, mit dem die Amerikaner den Höhepunkt fast an den Schluss des Albums platzieren. „Wasp“ ist anderthalb Minuten herrlichster Krach, während „Elderberry Wine“ eine astreine Country-Nummer zum Über-die-Landst…





