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16. Juli 2025We Are Scientists sind zurück und zwar mit ihrem neunten Studioalbum „Qualifying Miles“. Weniger Synthesizer, mehr Gitarre, viel Gefühl. Ein Album zwischen Kopfnicken, Augenrollen und echter Begeisterung.
von Mia Lada-Klein
We Are Scientists: Zurück zu den Wurzeln und ins Wohnzimmer
Nach dem letzten Album „Lobes“ werfen sich Keith Murray und Chris Cain dieses Mal in ihre flanelligen Indie-Jacken und laden ins Wohnzimmer ein. „Qualifying Miles“ ist ein bewusst reduziertes Werk, das auf die „Band-in-einem-Raum“-Ästhetik setzt. Statt synthetischer Glätte gibt’s hier analoge Wärme, statt Hit-Gier eher B-Seiten-Vibes, aber mit Bedacht.
Schon mit dem eröffnenden Track „A Prelude To What“ (immerhin über fünf Minuten lang!) machen die beiden klar: Spotify-Algorithmen interessieren sie so sehr wie das Fernsehprogramm von vorgestern. Der Song plätschert sanft los, wie ein warmer Sommerregen auf heißem Asphalt. Mehr Atmosphäre als Angriff. Mutig für den Einstieg, aber keineswegs
langweilig.
We Are Scientists: Indie-Rock, der nicht schreit, sondern einlädt
„Starry-Eyed“ folgt, bleibt im zurückgelehnten Rhythmus und fühlt sich an wie ein Spaziergang durch eine Erinnerung. Es knarzt, es schwingt, es drückt sich nicht auf. Aber es lädt ein. Man wippt mit, nörgelt vielleicht kurz, dass es „mehr Drive“ haben könnte und erwischt sich dann beim zweiten Durchlauf doch wieder dabei, dass man mitwippt.
„Dead Letters“ flirtet kurz mit Folk, bevor es sich in cineastische Weiten entfaltet.…





