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22. August 2025Auf ihrem sechsten Album setzen sich Water From Your Eyes wie gewohnt keine Grenzen – und werden dabei fast schon zugänglich.
von Sven Weiss
Water From Your Eyes geben als eine Inspirationsquelle ihrer Kunst den Maler Mark Rothko an. Diese Referenz ist durchaus passend. Lassen sich doch zwischen dem Maler und den Musikern so einige Gemeinsamkeiten finden: Emotionale Abstraktion statt konkreter Botschaften; das scheinbar aus dem Zufall geborene Chaos; verschwommene, unscharfe Texturen.
Achterbahnfahrt mit Water From Your Eyes
Dabei sind die verschwommenen Ränder, das scheinbar
„Unfertige“ bei beiden jeweils Teil einer Strategie, um die Betrachter/Zuhörer emotional miteinzubeziehen. Im Falle von Water From Your Eyes bedeutet das, man lässt sich auf eine wilde Achterbahnfahrt ein, bei der nach jedem irren Looping ein noch irrerer Looping wartet. Einfache musikalische Motive wandeln sich in Sekunden in komplexe, fast chaotische Strukturen. Es scheint eigentlich nur eine einzige Regel zu geben: Es kann (und darf!) alles passieren. Auch auf ihrem neuen – wirklich schon sechsten? – Album nehmen die New Yorker dieses Motto zum Anlass, sich nach Herzenslust auszutoben. Und dabei wirklich alle Ideen in ihre Songs zu packen, die ihnen gerade zufliegen.
“It’s A Beautiful Place” – ein gutes Einstiegsalbum
Doch trotz aller schwindelerregenden Richtungswechsel ist „It’s A Beautiful Place“ ein ganzes Stück zugänglicher geraten als das experimentierfreudige „Structure“ oder das völlig chaotische Vorgängerwerk „Everyone’s Crush…





