Toto live in Hamburg 2024 – Konzertreview

Toto live Hamburg Stadtpark 2024 by Gérard Otremba Sounds & Books

Toto lieferten ab: In der ausverkauften Hamburger Stadtpark-Open-Air-Arena gab die amerikanische Classic-Rock-Band ein zweistündiges Konzert mit „Rosanna“ und „Africa“ zum Schluss.

Text und Fotos von Gérard Otremba

Zwei Jahre nach ihrem Auftritt an gleicher Stelle (Sounds & Books berichtete), kehrten Toto zurück nach Hamburg. Und wie schon 2022 war auch das Konzert am 25.06.2024 im Hamburger Stadtpark bereits im Vorfeld ausverkauft. Erneut pilgerten also gut 4000 Menschen in die beschauliche Open-Air-Arena, um der Musik der amerikanischen Classic-Rock-Band zu lauschen. Im Vergleich zum Line-Up vor zwei Jahren sind drei personelle Veränderungen vorgenommen worden: Am Schlagzeug saß Shannon Forrest, am Keyboard Greg Philinganes, beide indes mit Toto-Erfahrung aus früheren Jahren gesegnet, sowie Dennis Atlas, ebenfalls Keyboard. Außerdem waren neben Gitarrist und Gründungsmitglied Steve Lukather noch Sänger Joseph Williams, Warren Ham an Percussion und Saxophon und Bassist John Pierce mit von der Partie.

The Effect als Toto-Support

Als Support brachten Toto The Effect mit, eine generationenübergreifende Band- und auch Familienbande, schließlich greift Lukather-Sohn Trev in die Gitarrensaiten und ein anderer berühmter Sohn trommelt, nämlich Nic Collins, dessen Vater Phil Musikgeschichte mit Genesis geschrieben hat. Als Sänger bei The Effect fungiert Emmett Stang und gemeinsam eiferten sie in ihrem 30-minütigen Gig AOR-Bands wie Journey, Survivor oder Foreigner nach. Also genau die richtigen Anheizer für die Toto-Fans an diesem warmen und sonnigen Sommerabend. Toto wiederum spulten ihr zweistündiges Programm gekonnt und routiniert ab. Sie haben die fünf großen Hits, die jeder kennt und die sie vernünftig in den Ablauf der Show einbinden müssen. Was mit „Hold The Line“ und „Pamela“ in den ersten fünfzehn Minuten schon sehr gut gelang, ziemlich mittig platziert dann „Stop Loving You“ und als endgültige Climax am Ende „Rosanna“ und „Africa“ im Doppelpack.

Virtuose Musiker

Songs aus der „zweiten“ Reihe wie „I‘ll Be Over You“, „Georgy Porgy“ und „Home Of The Brave“ zündeten jedoch genauso gut. Und weil alle Toto-Mitglieder virtuose Individualisten an ihren Instrumenten sind, gab es selbstverständlich diverse Soli (Keyboard, Schlagzeug, Gitarre) zu bestaunen. Dieses „Füllmaterial“ (dazu zählte auch die Coverversion des Beatles-Klassikers „With A Little Help From My Friends“ – hierzu hat ein gewisser Joe Cocker schon alles erzählt) führte aber leider auch dazu, dass sich einige Besucher in Gespräche vertieften. Sei es drum. Aber das Geburtstagsständchen für Gründungsmitglied David Paich vergaßen die Toto-Herren nicht. „Rosanna“ mit Soli auf gute acht Minuten zu strecken, okay, kann man machen, muss man aber nicht, und bei „Africa“ dann Partystimmung zusammen mit den Herren von The Effect  auf der Bühne. Toto lieferten ab und die Fans hatten ihren Spaß. Und „Rosanna und „Africa“ kann man einfach immer hören.  

Kommentar schreiben