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17. Mai 2026Ein zaubehafter, zweistündiger Konzertabend mit Tori Amos und ihrer Band in der Hamburger Laeiszhalle
Text von Gérard Otremba, Fotos von Wanja Wiese
Mit dem auch von Sounds & Books rezensierten und vor zwei Wochen veröffentlichten „In Times Of Dragons“ hat Tori Amos wohl ihr bestes Album seit vielen Jahren veröffentlicht. Auf ihrer aktuellen Tour war sie nun am 16.05.2026 in der voll besetzten Hamburger Laeiszhalle zu Gast. Im Gegensatz zu fast allen anderen Künstlern dieser Welt verzichtete Tori Amos jedoch darauf, einen Großteil des Auftritts mit den neuen Songs zu verbringen. In den ziemlich genau zwei Stunden offerierte sie ein Potpourri aus ihrer nunmehr über
30 Jahre währenden Karriere, begleitet von Jon Evans am Bass, Ash Soan am Schlagzeug sowie den drei Backgroundsängerinnen Liv Gibson, Deni Hlavlinka und Hadley Kennary.
Eine konzentrierte Tori Amos
Dieser „Engels-Chor“ entpuppte sich als heimlicher Gewinner des Abends. Der Harmoniegesang des Trios umgarnte die Stimme von Tori Amos, dass es eine Pracht war. Zu Beginn bei „Fire To Your Plain“ und „Shush“ wirkte der Sound fast noch etwas zu fett, doch übernahm die sakrale Atmosphäre, zu der die drei Damen einen nicht unwesentlichen Anteil beitrugen, immer mehr die Oberhand. Das Publikum – vorab mit dem Solo-Programm des britischen Musikers Isaac Levi und dessen traurigen Songs in Stimmung gebracht – hingen Tori Amos (wie könnte es anders sein?) an den Lippen. Die 62-jährige Amerikanerin gab sich überaus wortkarg, gab am Anfang kurz ihre Freude kund, wieder in Hamburg spielen zu dürfen, stellte anschließend ihre Band vor und konzentrierte sich hernach auf Ges…




