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4. Juni 2026Zum 50. Jubiläum erscheint dieses Meisterwerk des europäischen Jazz von Tomasz Stańko nun erneut auf Vinyl
Mit „Balladyna“ schuf Tomasz Stańko 1975 nicht nur eines der bedeutendsten europäischen Jazzalben seiner Zeit, sondern auch ein Werk, dessen Strahlkraft bis heute ungebrochen ist. Die Aufnahme gilt als Meilenstein des europäischen Jazz der 1970er-Jahre und beeinflusste Generationen improvisierender Musiker – besonders in Polen und Finnland, aber weit darüber hinaus. Nicht umsonst bemerkte Stańko später einmal: „Mein internationaler Ruf wurde auf „Balladyna“ aufgebaut.“
Tomasz Stańko und sein furchtloses Quartett
Für dieses außergewöhnliche Quartett versammelte der polnische Trompeter seinen
Landsmann Tomasz Szukalski an Tenor- und Sopransaxophon, den britischen Bassisten Dave Holland sowie den finnischen Schlagzeuger und Perkussionisten Edward Vesala. Die Besetzung gehört zu den ungewöhnlichsten Konstellationen der frühen ECM-Geschichte mit ganz eigener Tonsprache: europäisch geprägt, kammermusikalisch in ihrer Transparenz und zugleich tief in der freien Improvisation verwurzelt. Holland sorgt mit seinem unerschütterlichen Bassspiel noch am ehesten für Orientierung. Die übrigen Musiker öffnen permanent Türen und Räume öffnen, täuschen Stimmungen an und lösen im nächsten Moment direkt wieder auf. Man muss als Hörer ebenso auf der Hut sein wie die Spieler auf Zack bei diesen zum Teil halsbrecherischen Stücken.
Balladyna ist ein zeitloser Klassiker
Obwohl „Balladyna“ Stańkos Debüt für ECM war, präsentiert sich sein unverwechselbarer melodischer Stil hier bereits in nahezu vollendeter Form. Gleichzeitig bleiben die Einflüsse sei…





