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4. Dezember 2025Als Frontmann der Editors beeindruckte Tom Smith mit einem sonoren, edlen Bariton. Wie gut ist nun das Solo-Debüt des Schönsängers?
von Werner Herpell
Was es doch für seltsame – und eigentlich irrelevante – Studien gibt: Laut Vergleich einer englischen Tageszeitung verfügt Tom Smith, seit über 20 Jahren Frontmann der Indie-Wave-Pop-Band Editors, mit 4,75 Oktaven über den größten Stimmumfang unter britischen Sängern. Lässt man diesen rein technischen Aspekt mal beiseite, bleibt immerhin festzuhalten: Mit seinem wohlig raunenden und croonenden Bariton kann der 44-Jährige auch auf seinem ersten Soloalbum nicht viel falsch machen – die Platte mit dem Bandwurmtitel garantiert quasi zehn
Ohrenschmeichler.
Ist das nun tiefsinnig – oder nur banal?
Der zwischen purer Banalität und philosophischem Tiefsinn schwebende Albumtitel-Satz „There Is Nothing In The Dark Which Isn’t There In The Light“ findet sich gleich im ersten Track „Deep Dive“. Und auch danach fragt man sich manchmal, ob das nun alles ungeheuer feingeistig und intellektuell ist oder doch eher schlicht und prätenziös, was Smith da so von sich gibt.





