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16. September 2025To Athena im Cinemascope-Format: Die Schweizer Songwriterin Tiffany Limacher fährt im Hamburger Nochtspeicher das große Besteck auf
Text von Gérard Otremba, Fotos von Sarah Ismail
Wir haben noch alle das To-Athena-Konzert im Dezember 2024 im Häkken in bester Erinnerung (Sounds & Books berichtete). Schon die damalige Quartett-Besetzung verzückte enorm, nun aber gastierte Sängerin und Songwriterin Tiffany Athena Limacher – wie von ihr im Häkken angekündigt – mit dem ganz großen Besteck in Hamburg. Am 15.09.2025 versammelte sie gleich acht Musiker und Musikerinnen auf der Bühne des Nochtspeichers um sich – die an Keyboard, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Cello, Bratsche, Geige und Harfe für den adäquaten Live-Sound sorgten. Und dieser ging vom ersten Augenblick an unter die Haut. Denn trotz der vielen Instrumente und der Klangerweiterung auf Cinemascope-Größe blieb das Filigrane der To-Athena-Musik stets erhalten.
Vom Häkken in den Nochtspeicher
Ihren Anteil hierzu trug auch Gina Été an der Bratsche bei, die als Solistin mit Bratsche sowie Keyboard- und Orgel-Sounds das Vorprogramm bestritt und die Besucher des gut gefüllten Nochtspeichers in entrückte Björk-meets-Kate-Bush-Sphären führte. Ihr neues, von Sounds & Books rezensiertes Album „Prosopagnosia“ ist im Februar erschienen und wer wissen möchte, wie sich die Umsetzung mit Band anhört, der hat am kommenden Mittwoch, 17.09.2025., Rahmen des Reeperbahn Festivals um 22 Uhr im Häkken die Gelegenheit dazu. Von dort in den Nochtspeicher gezogen ist also Tiffany Limacher, die ihre Freunde, wieder in Hamburg spielen zu dürfen, häufig während des 80-minütigen Konzerts kundtat, ebenso, dass sie jedes Mal, wenn sie in der Hansestadt sei, mit dem Gedanken spiele, hierher zu ziehen. Limacher wäre mit To Athena natürlich ein schönes neues musikalisches Aushängeschild für Hamburg.
Herzzerreißendes von To Athena
Zunächst einmal aber die Bühne des Nochtspeichers, die gerade so genügend Platz für das neunköpfige Schweizer Ensemble bot. Der Indie-Songwriter-Chanson-Pop von To Athena geriet mit der erweiterten Bandbesetzung noch intensiver und noch zauberhafter. Ein opulent arrangierter Song wie „Spinning“ oder die Extravaganz bei „The Movie“, Titeltrack des aktuellen, auch von S&B besprochenen Albums, erhielten den verdienten ausladenden Rahmen, während Balladen wie „Garden“ oder „Old Home“, Letzteres lediglich in Begleitung von akustischer Gitarre, Harfe und mehrstimmigen Backing Vocals vorgetragen, einem das Herz zerrissen. Nach dem wie schon im Häkken ohne Mikro gesungenen „Angscht“ sowie dem erneuten dreistimmigen Fan-Chor bei „Fäschtmol“ bog die Band noch in einen zünftigen, vom Balkan-Pop inspirierten „Wältuntergang“ ab. Am Ende dann „Zwiifel“ wieder akustisch in der Crowd und nur zu gerne hätte man To Athena noch die ganze Nacht weiter zugehört.
Ich kann die kommenden To-Athena-Konzerte am heutigen Dienstag, 16.09.2025, in Berlin (Maschinenhaus), am Donnerstag, 18.09.2025, in München (Milla) sowie am Freitag, 19.09.2025, in Freiburg (Jazzhaus) nur dringend empfehlen.
























