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28. Mai 2026Vor drei Jahren zogen The Who als Live-Band mit wechselnden Orchestern durch Europa. Jetzt gibt’s ein neues Konzertalbum, wieder mal. Lohnt es sich?
von Werner Herpell
An Bühnendokumenten von The Who besteht nun wirklich kein Mangel. Satte 16 Live-Alben der britischen Rocklegenden listet Wikipedia auf, davon allein neun Veröffentlichungen und historische Ausgrabungen in den vergangenen 15 Jahren der großen Who-Renaissance. Das allererste, „Live At Leeds“ von 1970, zählt laut Kritiker-Ranglisten sogar zu den besten Konzertplatten aller Zeiten, ist also wohl nicht mehr zu toppen. Jetzt noch ein zweistündiges CD-Doppelalbum beziehungsweise Triple-Vinyl mit 24 Titeln aus einem Cornwall-Gig vom 25. Juli 2023 – muss das denn sein?
The Who live 2023 – in bester Erinnerung
Ja, wenn man sich erinnert, was für tolle Live-Darbietungen von Roger Daltrey und Pete Townshend mit ihren jüngeren Who-Mitstreitern das vor drei Jahren waren. Dieser Reviewer hat selbst noch in bester
Erinnerung, wie die beiden damals schon fast 80 Jahre alten Musiklegenden wenige Wochen zuvor – am 20. Juni 2023 – ohne erkennbaren Energieverlust und voller Spielfreude die Berliner Waldbühne rockten. 22 Stücke aus allen Schaffensperioden hat die Website Setlist gezählt. Der Clou des Auftritts war, dass sein Schwerpunkt auf den beiden berühmten Rock-Opern „Tommy“ (7 Titel) und „Quadrophenia“ (5) lag und dass die Band vom renommierten Filmorchester Babelsberg begleitet wurde, ohne dass dieses ambitionierte Projekt in einen peinlichen Classic-Rock-Mischmasch abrutschte.
Über die Qualität der in Berlin beziehungsweise (für das nun vorliegende „Live At Eden Project 25/07/2023“) in Cornwall dargebotenen Songs – von „Pinball Wizard“ und „The Kids Are Alright“ über „Substitute“ un…





