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23. Februar 2026The Wave Pictures sind nicht spektakulär, aber konsequent anders. In einer Welt, die permanent aufs Gaspedal tritt, zelebrieren sie stoisch die Langsamkeit. Wer die Ruhe aushält, entdeckt darin überraschend viel.
von Mia Lada-Klein
Das neue Album „Gained / Lost“ von The Wave Pictures beginnt ohne große Geste, ohne Aufregung und ohne den Versuch, irgendjemanden sofort umhauen zu wollen. Stattdessen schleicht sich das Werk eher an.
Mit „Alice“ und „Sure & Steady“ startet das Album im klassischen Indie-Rock-Terrain. Ein wenig Rhythmus, viel Zurückhaltung und dieser typische Gesang, der gefühlt so wirkt, als würde er durch einen Schleier vorgetragen werden. Emotional auf Distanz, musikalisch aber kontrolliert. Die
Gitarren rücken dabei immer wieder in den Vordergrund, besonders wenn sie sich in der Mitte der Songs Raum für Soli nehmen. Klanglich schwingen dabei Assoziationen an The Strokes mit, diese leicht spröde Coolness, während stellenweise auch etwas von DeVotchKa durchscheint. Eine gewisse cineastische Note liegt in der Luft. Auch „The House Painted Blue“ trägt diesen Einschlag weiter. Alles bleibt in Bewegung, aber ohne echte Eile. Die Songs wirken wie beiläufige Beobachtungen statt großer Statements.





