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20. Juni 2026Vor gut einem Jahr begeisterten The Veils auf ihrem neuen Album und live mit einem außergewöhnlich fragilen, edlen Artpop-Sound. Hält der Zauber an?
von Werner Herpell
Huch, was ist denn hier passiert? Waren die Verkaufszahlen des – zugegebenermaßen – nicht sehr kommerziell angelegten Vorgänger-Albums von Anfang 2025 so schlecht, dass The Veils kurz danach schon wieder einen Kurswechsel hinlegen, hin zu mehr Drama, mehr Piano-Pathos, mehr Mitsingrefrain, mehr Pop? Wer sich, wie dieser Reviewer, gerade erst in den dunklen, reduzierten, atmosphärischen „Asphodels“-Sound der neuseeländischen Band um Finn Andrews verliebt hatte, könnte nun
irritiert sein – oder vielleicht auch enttäuscht den Daumen senken. Ein weiteres 5-Sterne-Album ist „Fragile World“ jedenfalls nicht.
Von „Asphodels“-Art zu „Fragile World“-Pop
„Wer The Veils bisher in einer stilistischen Liga mit Travis, Keane oder Snow Patrol eingeordnet hatte, muss umdenken. Hier sind es eher Vertreter eines ätherischen 80s-Artpop wie David Sylvian, The Blue Nile oder Talk Talk, aber (aktueller) auch Nick Cave, Fleet Foxes oder The National, auf die Finn Andrews zustrebt“, hieß es in…





