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28. November 2025Für den großen Nick Cave waren The Saints „die beste Band Australiens“, für Bob Geldof Punkrock-Pioniere. Nun kommt ihr wohl letztes Album heraus.
von Werner Herpell
Wow, das sitzt: „Meiner Meinung nach waren The Saints die beste Band Australiens … und Chris Bailey war mein Lieblingssänger“, sagt ein gewisser Nick Cave, als Landsmann dieser „Heiligen“ aus Brisbane und selbst Songwriter von Weltrang eine nicht ganz unwichtige Expertenstimme. Dem einstigen Gothic-Rock-Gott zufolge hatten The Saints „einen Sound, den sie ganz allein entwickelt hatten und der schon vor dem Punk in Großbritannien existierte. Sie waren die Ersten.“ Ein veritabler britischer Sir namens Bob Geldof meint zur Einordnung: „Rock wurde in den 70ern von drei Bands verändert – The Sex Pistols, The Ramones und The Saints.“
Ein weiteres Saints-Spätwerk als Schlusspunkt
Da schwingt natürlich viel Trauer mit, wenn die tolle Indie-Plattenfirma Fire Records mit
„Long March Through The Jazz Age“ nun das letzte Album von Chris Bailey und The Saints veröffentlicht – einen Tag vor dem, was eigentlich der 69. Geburtstag des Sängers hätte werden sollen, der allerdings 2022 mit gerade mal 65 starb. Nach dem starken Comeback „King Of The Sun“ (2012) war die 1973 gegründete Band vor sieben Jahren in die Church Street Studios von Sydney marschiert, um ein weiteres großes Spätwerk der Punkrock-Pioniere einzuspielen. „Aus Baileys groben Demos entwickelte sich ‚Long March Through The Jazz Age‘ zu einer zutiefst menschlichen Momentaufnahme der Moderne“, schwärmt das Fire-Label.
Diese zwölf Lieder, so traditionell und „klassisch“ sie als Folk- und Singer-Songwriter-Tracks mit Punk-Gestus auch daherkommen, zeichnet tatsächlich eine ungemein sympathische Spielfreude und zeitgemäße Frische jenseits jeder Altrocker-Bräsigkeit aus. Schon der prachtvolle Opener





