The Lost Verses: Worüber wir reden

The Lost Verses: Worüber wir reden

Hypnotischer Slowmotion-Indie-Dream-Pop-Americana des Duos The Lost Verses

Sounds & Books verfolgt die Karriere von The Lost Verses bereits seit über einem Jahr. Die drei Singles „Schwarzer Hund“, „So war das“ sowie „Wir sind darin“ sind jeweils zu einem Song des Tages gekürt worden, nun ist das komplette Album des Duos, bestehend aus Britta Caspers (Gesang, Synthesizer), die die Leser dieses Online-Magazins regelmäßig mit Literaturkritiken versorgt und als Gast beim aktuellen, von uns an dieser Stelle rezensierten Flowerpornoes-Album „Morgenstimmung“ für eins der vielen dortigen Glanzlichter sorgte, und Christoph J. Bauer (Gitarre, Bass, Percussion) erschienen.

Vertonte Gedichte von Nicolas Born und eigene Songs

The Lost Verses Worüber wir reden Albumcover

Der ursprüngliche Plan sah die Vertonung einiger Gedichte des Lyrikers Nicolas Born (1937-1979) vor, sehr bald indes entstanden auch Songs mit eigenen Texten und die Möglichkeit, diese beim Produzenten und für weitere Instrumente verantwortlichen Max van der Rose in Berlin aufzunehmen. Letztendlich sind drei vertonte Born-Gedichte und fünf eigene Songs auf dem Album zu finden. Doch ob nun Fremdtexte oder Eigenkompositionen spielt eine untergeordnete Rolle, wartet doch auf die Hörer auf allen acht Tracks Poesie pur. Sowohl textlicher als auch musikalischer Art. Die sieben Songs – der letzte Track „Mein Leben auf der Stiege“ wird ohne instrumentale Begleitung von Tom Liwa gelesen – sind feinsinnig arrangiert und changieren zwischen Slowmotion-Indie-Pop, Dream-Pop und sanfter Americana. Britta Caspers angenehme, sacht verhallte Stimme schwebt entrückt über den dezenten Beats, verspielten und einschmeichelnden Gitarren- und Synthieklängen.

The Lost Verses fahren mit uns Poesie-Kopf-Karussell

Magische, hypnotische und luftige Sounds prägen das Gesamtbild des Albums, das eine melancholische und nachdenkliche Atmosphäre verströmt, anmutig und verzaubernd. Eine gewisse mystisch-geheimnisvolle Wirkung geht von diesen Songs aus und die Nähe zu Mazzy Star ist immer wieder hörbar. Die Musik von The Lost Verses passt perfekt für den Morgengrauen, lässt sich aber genauso zu jeder anderen Tageszeit goutieren. Als absolute Highlights entpuppen sich das tranceartige „Schwarzer Hund“, das folkige „Wir sind darin“, das fast schon beschwingte „Piloten“ sowie das mäandernde, über acht Minuten dauernde „Im Innern der Gedichte“. The Lost Verses fahren mit uns Poesie-Kopf-Karussell und das Schwindelgefühl dabei ist ein überaus wohliges. Musik für Seele und Verstand.

„Worüber wir reden“ von The Lost Verses erscheint am 01.11.2021 via Bandcamp. (Beitragsbild: Pressefoto)

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