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23. März 2026Roh, dunkel, schwelgerisch: Mit ihrem zweiten Album „The Entertainment“ finden die Iren The Clockworks endgültig ihre eigene Sprache
Mit „The Entertainment „legen The Clockworks, die wir 2025 als Support von Johnny Marr im Programm hatten, ihr zweites Album vor – und positionieren sich damit endgültig als eine der spannendsten neuen Stimmen im aktuellen Post-Punk-Kosmos. Das Quartett, ursprünglich an der windgepeitschten Westküste Irlands entstanden und inzwischen in London verankert, verbindet ungezügelte Dringlichkeit mit einem fein ausgefeilten Gespür für Dramaturgie.
The Clockworks zwischen Asphaltpoesie und Aufbruch
„The Entertainment“ klingt größer gedacht als
ihr Vorgänger, ohne dabei jedoch die rohe Energie zu verlieren, die ihnen früh Aufmerksamkeit verschaffte. Was außerdem sofort auffällt: die deutlich gestiegene erzählerische Dichte der Songs. Frontmann James McGregor phrasiert oft wie ein Beobachter im Vorbeigehen, seine Texte wirken wie Momentaufnahmen urbaner Gegenwart. Stücke wie das majestätische „Best Days“ oder elegant reitende „Through The Looking Glass“ verbinden flimmernde Gitarrenläufe mit hymnischen Refrains, ohne in Pathos zu kippen. Die Band schafft es, Alltagsbeobachtungen und größere gesellschaftliche Linien ineinander zu verschränken – eine Qualität, die man sonst eher aus britisch geprägten Spoken-Word-Traditionen kennt, hier aber deutlich kantiger und bandorientierter umgesetzt wird.
Klangarchitektur mit Ecken und Weite
Musikalisch erweitert das Album den Rahmen deutlich: Neben klassischen Post-Punk-Strukturen tauchen immer wieder auch cineastische Flächenräume auf. „Well Well Wellnessâ…





