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3. April 2026„Meisterleistung der Outsider-Psychedelia“ oder Gitarren-Gegniedel wie schon immer? The Bevis Frond machen einfach ihr Ding – und das machen die Briten verdammt gut.
von Werner Herpell
Als „Meisterleistung der Outsider-Psychedelia: weitschweifig, auf den Punkt und völlig unbeeindruckt von Trends“ lobt die Kult-Plattenfirma Rough Trade auf ihrer Website das neue Album der britischen Indie-Rock-Institution The Bevis Frond. Auf „Horrorful Heights“ geben sich Frond-Frontmann Nick Saloman (73) und seine Mannen tatsächlich keine große Mühe, sehr viel anders zu klingen auf den meisten ihrer über 20 Alben davor.
Gitarrenrock mit Sogwirkung
Und das ist auch gut so, denn wer möchte von The Bevis Frond etwas Anderes hören als die tolle
gitarrenrockige Mixtur aus Neil Young & Crazy Horse, Hawkwind, Dinosaur Jr., Caravan, The Dream Syndicate und Teenage Fanclub, um nur mal ein halbes Dutzend Bezugspunkte zu nennen. Ob es nun 20 neue Stücke von bis zu neuneinhalb Minuten Länge („Space Age Eyes“) sein mussten und damit gleich ein Doppelalbum, steht auf einem anderen Blatt.
Allerdings entwickelt Salomans tatsächlich sehr psychedelische, an den Sixties und Seventies orientierte Musik eine solche Sogwirkung, dass manche der Zwei- bis Vierminüter sogar eher zu kurz sind. Und man lässt sich einfach gern hineinfallen in diese epischen, herrlich monoton treibenden Tracks mit den schier ewigen Gitarrensoli und dem an The Doors erinnernden Orgel-Gedröhne.
„Markenzeichen in einer leicht verdaulichen Form“
„Imperien zerfallen, Musikmagazine verschwinden und neumodische Formate verrotten. Aber The Bevis Frond bleiben bestehen“, sagt der bekannte englische Komiker, Kaba…





