The Beach Boys: Feel Flows – The Sunflower And Surf’s Up Sessions 1969 – 1971

The Beach Boys: Feel Flows – The Sunflower And Surf’s Up Sessions 1969 – 1971

Zwei lohnenswerte und remasterte Alben der Beach Boys aus der Zeit des Band-Neubeginns samt Zusatzmaterial

Nach dem 1966 erschienenen Meisterwerk „Pet Sounds“ gingen die Verkaufszahlen der folgenden Beach-Boys-Platten kontinuierlich bergab. Brian Wilson scheiterte an seinem Großprojekt „Smile“, das stattdessen veröffentlichte „Smiley Smile“ war erst mal nichts mehr als ein Lückenbüßer, „Wild Honey“ wieder ein Lichtblick, „Friends“ sowie „20/20“ versanken auf den hinteren Plätzen der US-Billbord-Charts. Ein schwerer Rückschlag für die erfolgsverwöhnten Kalifornier, die mit ihrem Surf-Sound die frühen Sechziger Jahre auch in den Hitparaden dominierten.

Der Neustart der Beach Boys

Beach Boys Feel Flows Cover Capitol Universal Music

Haupt-Songwriter Brian Wilson war krankheitsbedingt nicht mehr auf der Höhe, der Vertrag mit Capitol lief 1969 aus, die Band benötigte einen Neustart. Der gelang bei Reprise, war jedoch kein einfacher, lehnte die neue Plattenfirma aktuelle Aufnahmen erst mal ab. Erst „Cool, Cool Water“ aus den „Smile“-Sessions“ brach den Bann und ebnete den Weg für das 1970 veröffentlichte Album „Sunflower“. Schon das Cover zeigte das neue Gesicht der Beach Boys: Brian, Dennis und Carl Wilson sowie Mike Love, Alan Jardine und Bruce Johnston gaben sich schon rein äußerlich sehr hippiesk und klangen wie die Kollegen Crosby, Stills, Nash & Young auf deren wenige Monate zuvor herausgebrachten Debüt „Déjà Vu“. Obwohl die Beach Boys ihre seit Jahren besten Songs schrieben und den pophistorischen Zeitgeist trafen, floppte „Sunflower“ an den Kassen wie kein Beach-Boys-Album zuvor und erreichte nicht mal die Top-100 in den USA.

Zwei Karriere-Highlights in kurzer Zeit

Besser lief es indes mit dem ein Jahr später veröffentlichten „Surf’s Up“, das wieder in die Top-30 kletterte. Da Brian Wilson noch immer seine Wunden leckte und als Songschreiber mehr oder weniger ausfiel, nutzten die andern Mitglieder die Gunst der Stunde und emanzipierten sich in dieser Phase als Songwriter von ihrem Mastermind. Und schufen ein zweites Folk-Rock-Karriere-Highlight der Band innerhalb kurzer Zeit. Wobei Brian Wilson dann doch noch mit „‘Til I Die“ Größe zeigte und der Titelsong erneut aus den „Smile“-Sessions stammt. Die 5-CD-Box „Feel Flows“ enthält neu remasterte Versionen von „Sunflower“ und „Surf’s Up“ und bietet insgesamt 133 Songs, darunter 108 bisher unveröffentlichte Tracks, Live-Aufnahmen, Radio-Promos, sowie alternative Versionen und Mixe inklusive Buch samt seltener Fotos, Songtexten und Anekdoten des Journalisten Howie Edelson. Für den schmalen Geldbeutel existiert auch die 2CD- und Vier-LP-Variante mit dementsprechend weniger Zusatzmaterial. Ebenfalls lohnenswert.

„Feel Flows – The Sunflower & Surf’s Up Sessions 1969 – 1971“ von The Beach Boys erscheint am 27.08.2021 bei Capitol / Universal Music. (Beitragsbild: Albumcover)

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