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12. Juni 2023Eine Best-Of-Compilation von 24 Songs der schottischen Pop-Rock-Band Texas samt neuem Song „After All“
von Gérard Otremba
Als im Januar des Jahres 1989 die Single „I Don’t Want A Lover“ und zwei Monate später das Debütalbum „Southside“ erschienen, konnten sich sehr schnell sehr viele Musikfans auf Texas einigen. Es war der Beginn einer doch beachtlichen Karriere der drei Jahre zuvor in Glasgow gegründeten Pop-Rock-Band. Mit Sängerin und Gitarristin Sharleen Spiteri, Gitarrist Ally McErlaine, Bassist John McElhone und Schlagzeuger Stuart Kerr stand das erste Line-up schnell fest und gleich das Debüt brachte
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dem Quartett Gold-Status im UK.
Die Texas-Erfolge
Den Bandnamen entlehnt die Band aus dem Wenders-Film „Paris, Texas“ und führten uns damit zunächst etwas in die Irre, aber nach einer amerikanischen Auslegart der populären Musik klangen Texas dann doch auch wieder. Nach zwei souveränen weiteren Alben („Mothers Heaven“, 1991 sowie „Ricks Road“, 1993) wagten Texas auf „White On Blonde“ (1997) und besonders „The Hush“ (1999) wesentlich mehr Pop und stürmten in Großbritannien jeweils an die Spitze der Albumcharts. Fünf weitere Top-20- und Top-Ten-Platten folgten, zuletzt das 2021 veröffentlichte „Hi“. Für „The Very Best Of 1989-2023“ haben Texas insgesamt 24 Songs ausgewählt, eine Compilation, die alle offensichtlichen Hits von „I Don’t Want A Lover“ und „So Called Friend“, über „Say Want You Want“, „Black Eyed Boy“, „Halo“ und „Summer Son“ bis hin zu „Let’s Work It Out“ und „Mr. Haze“.
Eine prächtige neue Pop-Hymne
Leider nicht vertreten sind mit „Thrill Has Gone“ und „Tell That Girl“ zwei prinzipiell nicht verzichtbare Tracks für eine Texas-Best-Of-Auswahl. Irgendwie wurde die Frühphase etwas stiefmütterlich behandelt mit nur jeweils zwei Songs vom Debüt und „Ricks Road“ und keinem einzigen Song von „Mothers Heaven“. Weshalb hier Minuspunkte in der B-Note vergeben werden. Aber mit „After All“ präsentiert die Formation eine prächtige neue Pop-Hymne. Bei einer Best-Of-Zusammenstellung stellt sich natürlich immer auch die Frage der Reihenfolge. Texas gehen dabei nicht chronologisch vor, was fast etwas schade ist, hätte dies doch ihre Hinwendung zu mehr Pop – und später auch Soul – noch besser aufgezeigt. Als vernünftige Retrospektive der Schotten geht das Album auf jeden Fall durch.
„The Very Best Of 1989-2023“ von Texas erscheint am 16.06.2023 bei PIAS Recordings. (Beitragsbild von Julian Broad)





