Anouar Brahem: Blue Maqams – Albumreview

Anouar Brahem: Blue Maqams – Albumreview

  Akustischer Brückenschlag „Maquam“ bezeichnet im Arabischen den Modus eines Musikstücks, charakterisiert durch das modale System in der arabischen Musik. „Blue Maqams“ ist demnach ein Blues-Album, oder besser: ein Kind Of Blue-Album. Denn Anouar Brahem, der tunesische Oud-Virtuose hat es mit den beiden Jazz-Legenden Dave Holland und Jack DeJohnette an Bass und Schlagzeug eingespielt, die bereits gemeinsam für Miles Davis die Rhythmusgruppe bildeten. Komplettiert wird das Quartett durch den britischen Pianisten Django Bates, der bei…

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Gizmodrome: Gizmodrome – Album Review

Gizmodrome: Gizmodrome – Album Review

  Legenden spielen aus Liebe zur Musik, frei von kommerziellen Verwertungsgedanken Talking Heads, Level 42, The Police, PFM: Die Namen der Bands, in denen die vier Musiker von Gizmodrome gespielt haben, sind allesamt klangvoll. Jetzt, im Herbst ihrer Karriere, wollen Stewart Copeland, Adrian Belew, Mark King und Vittorio Cosma vor allem eines: Spaß haben. Die Supergroup jammt sich voller Überschwang durch Rock, Funk und Weltmusik. Und man kann sie vor sich sehen: Wie sie lächeln,…

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Oté Maloya – The Birth Of Electric Maloya On Réunion Island 1975-1986 – Album Review

Oté Maloya – The Birth Of Electric Maloya On Réunion Island 1975-1986 – Album Review

Ein magischer Geheimtipp Komplizierte Rhythmen, eingängige Melodien, exotische Instrumente: Maloya ist das Hauptmusikgenre auf der Insel Réunion im Indischen Ozean. Der Stil wurde im 17. Jahrhundert von Sklaven entwickelt, die bei der Zuckerrohrernte arbeiteten. Er ist also so was wie der Blues der Maskareren. Lange Zeit war Maloya durch die Kolonialverwaltung und die Sklavenhalter verboten. Erst in den 1970er Jahren wurde der die Musik von réunionesischen Musikern wiederentdeckt. Der Sampler „Oté Maloya- The Birth Of…

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Yusef Lateef: Live At Ronnie Scott’s – Album Review

Yusef Lateef: Live At Ronnie Scott’s – Album Review

Ein genussvoller Mitschnitt des Weltmusik-Jazzers aus dem Jahre 1966 Yusef Lateef öffnete den Jazz Richtung Orient. Die Integration orientalischer, fernöstlicher und afrikanischer Klänge und Instrumente in seine Musik gab ihm Anfang/Mitte der 1960er Jahre ein Alleinstellungsmerkmal. Er habe schon Weltmusik gespielt, bevor es diesen Begriff überhaupt gegeben hat, beschrieb die New York Times den Verdienst von Lateef in einem Nachruf. Größen wie John Coltrane und Pharoah Sanders, Alice Coltrane und Don Cherry, McCoy Tyner und…

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