Emma Braslavsky: Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

Emma Braslavsky: Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

Keine Hoverboards, aber Hubots Beziehungsweise leben und / oder laden, handelt es sich doch dank boomender Hubot-Industrie bei einigen um von Robotik-Unternehmen hergestellte künstliche Partner*innen, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sind. Alles ist machbar, jede Art von Beziehungswunsch erfüllbar. Nahezu niemand ist mehr gezwungen, Einsamkeit zu leiden. Dennoch hat sich die Zahl der Selbsttötungen verzehnfacht. Grund hierfür ist, dass die neuen, maßgeschneiderten Wesen zwar die hohe Kunst der simulierten Liebe beherrschen, jedoch nicht…

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Sophie Calle: Das Adressbuch – kein Roman

Sophie Calle: Das Adressbuch – kein Roman

Viel mehr passiert in „Das Adressbuch“ gar nicht. Muss es auch nicht. Die Wirkung (ihr Name sei: ERNSTHAFT?!!!) setzt unmittelbar mit Lesen des Klappentextes ein, der genau darüber informiert: Dass all das genau so, also durchaus öffentlichkeitswirksam, stattgefunden hat. Und schon begrüßt man zum einen ein Gefühl von „Na schönen Dank auch!“ und zum anderen Fragen nach Datenschutz, nach dem Aufenthaltsort des eigenen Adressbuches und nach den darin verzeichneten Kontakten. Was würden diese wohl über…

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Andreas Maier: Die Familie – Roman

Andreas Maier: Die Familie – Roman

„Die Familie“ von Andreas Maier erweist sich als einer der besten Romane des Jahres Im Herbst 2010 begann mit der Veröffentlichung des Romans „Das Zimmer“ Andreas Meiers auf elf Bände angelegter Zyklus „Ortsumgehung“. In der Zwischenzeit ist der 1967 in Bad Nauheim geborene Schriftsteller bei seinem siebten Buch, „Die Familie“, dieser modernen Heimatdichtung angekommen. Seit zehn Jahren arbeitet sich Andreas Maier also an seiner eigenen Biographie ab, zuletzt erschien 2018 „Die Universität“, und stilisiert den…

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Elena Ferrante: Frau im Dunkeln – Roman

Elena Ferrante: Frau im Dunkeln – Roman

Lakonisch-bedrückendes Frühwerk von Elena Ferrante Es benötigte dann doch den internationalen Erfolg der Tetralogie um die beiden höchst unterschiedlichen Freundinnen Lila und Elena, um die Literatur von Elena Ferrante auch in Deutschland zu popularisieren. Dem ausgerufenen „Ferrante-Fieber“ konnte man sich kaum entziehen und wurde durch die Lektüre der vier wahrlich atemberaubenden, auch bei Sounds & Books besprochenen Romane „Meine geniale Freundin„, „Die Geschichte eins neuen Namens„, „Die Geschichte der getrennten Wege„ sowie „Die Geschichte des…

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Ralf Rothmann: Im Frühling sterben – Roman

Ralf Rothmann: Im Frühling sterben – Roman

Ein großes Stück deutscher Literatur von Gérard Otremba Anti-Kriegsromane müssen sein. Diese Gattung darf nicht aussterben und Ralf Rothmann hat mit Im Frühling sterben einen nicht ganz unerheblichen Beitrag zu diesem Literaturgenre geleistet. Der 62-jährige Schriftsteller erzählt gar meisterlich die Geschichte der Freunde

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