Alligatoah: Schlaftabletten, Rotwein V – Albumreview

Alligatoah: Schlaftabletten, Rotwein V – Albumreview

Das Chaos als Konzept bei Alligatoah Viel hat sich bei Alligatoah verändert seit dem letzten Schlaftabletten-Rotwein-Mixtape. Nachdem der Rapper in den ersten Jahren seiner Karriere vier dieser Songsammlungen veröffentlicht hatte, konzentrierte er sich in den letzten sieben Jahren auf andere Dinge. Dabei wurde er vom Untergrund-Rapper zum Mainstream-Act. Sowohl mit Trailerpark als auch alleine stand er bereits an der Spitze der Charts, spielt auf den größten Bühnen Deutschlands und hat mittlerweile einige Gold- und Platin-Schallplatten…

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Moop Mama: Ich – Album Review

Moop Mama: Ich – Album Review

Nicht mehr nur die eingängige Bläserwucht Blech und Rap: Dass diese Kombination großartig funktioniert, beweist Moop Mama schon seit fast zehn Jahren. Mit „Ich“ bringt die selbsternannte Urban-Brass-Band nun ihr viertes Studioalbum heraus und liefert damit ihr bisher stärkstes Werk ab. Dass Moop Mama die wuchtigen Party-Hymnen beherrscht, ist schon lange bekannt – auf „Ich“ funktioniert aber fast alles von Brass-Party über modernem Turn-Up bis zu den ruhigeren Tönen. Ohrwurmgarantie bei Moop Mama Die erste…

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Marteria und Casper: 1982 – Album Review

Marteria und Casper: 1982 – Album Review

Marteria & Casper: So harmonisch, da fehlt nur noch der Crew-Name Die wichtigste Deutschrap-Kollabo den Größen der Nullerjahre überlassen? Ein Jahr nachdem Sido und Savas die Rap-Fans mit einer Zusammenarbeit überraschten, ziehen zwei der erfolgreichsten Rapper des letzten Jahrzehnts nun nach. Die Zusammenarbeit von Marteria und Casper war schon jahrelang im Gespräch. Schon auf ihren Durchbruch-Releases unterstützten sich die Künstler gegenseitig. Nun kommt das gemeinsame Album, mit dem die beiden Pop-Rapper die Senioren gekonnt in…

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Mine live in Hamburg 2018 – Konzertreview

Mine live in Hamburg 2018 – Konzertreview

Ein mitreißendes Konzert-Konzentrat von Mine Wer häufig auf Konzerte geht, ist eine gewisse Grundlänge gewohnt. Wie beim Fußball gelten 90 Minuten in den meisten Fällen als goldenes Maß und was davon deutlich abweicht, fällt auf. Man freut sich über richtig lange Konzerte und rümpft bei zu schneller Bühnenflucht die Nase. Mines Auftritt im Sommer-in-Altona-Zelt am 29.08.2018 dauerte nicht einmal eine Stunde und war doch kilometerweit von einer Bühnenflucht entfernt. Sie durfte wegen der Nachbarn nicht…

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Haiyti: Montenegro Zero – Album Review

Haiyti: Montenegro Zero – Album Review

Nervenaufreibender Turn-Up aus dem Hamburger Ghetto Musikgeschmack ist größtenteils einfach Gewohnheitssache – erst vor wenigen Wochen hatte ein amerikanisches Forschungsteam diese Binsenweisheit wieder bestätigt. Je häufiger wir ein unbekanntes Genre hören, desto besser bewerten wir ähnliche Songs. Wieso dieser Einstieg? Die Musik von Haiyti ist, als würde man ein neues Genre betreten. Als ich nach der Empfehlung eines Bekannten zum ersten Mal in einige ihrer Songs reinhörte, war ich vom Sound und ihrer Stimme zuerst…

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Die Alben des Jahres 2017 von Sounds & Books-Redakteur Björn Rohwer

Die Alben des Jahres 2017 von Sounds & Books-Redakteur Björn Rohwer

  Die zehn Lieblingsalben 2017 von Björn Rohwer Der Sounds & Books-Rückblick 2017 geht in die zweite Runde. Für die nächste Bestenliste ist Björn Rohwer zuständig, der seit diesem Jahr die Redaktion unterstützt und eindeutig deutschsprachigen Rap bevorzugt. Dementsprechend fällt seine Top-Ten-Liste denn auch aus. Die Listen von Sara Romano, Sebastian Meißner und Gérard Otremba folgen in den kommenden Tagen.   1. Trettmann: #DIY #DIY ist nicht das Comeback von Trettmann, sondern es ist eine…

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Fettes Brot: Gebäck In The Days – Live in Hamburg – Album Review

Fettes Brot: Gebäck In The Days – Live in Hamburg – Album Review

  Zeitreise mit den Broten Eine der ersten erfolgreichen Rap-Gruppen Deutschlands blickt zurück in ihre Anfangszeit. Wieder einmal kann Fettes Brot beweisen, dass sie gerade vor heimischem Publikum eine richtige Live-Macht sind. Ihre Hamburg-Shows sind rasend schnell ausverkauft und die zwei zeitgleich veröffentlichten Live-Alben landeten 2010 in den Top 10 der Album-Charts. Für „Fettes“ und „Brot“ wählte das Pinneberger Trio damals die besten Hits ihrer jüngeren Geschichte aus und legte noch die ganz großen Klassiker…

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Samy Deluxe: Deluxe Edition

Samy Deluxe: Deluxe Edition

  Deutschraplegende im Battle-Modus Letztes Jahr „Sing mein Song“, dieses Jahr „Red Bull Soundclash“, nächstes Jahr „MTV Unplugged“ – Samy Deluxe zieht gerade von Musikformat zu Musikformat und wird mit seinem Unplugged-Konzert im nächsten Jahr eine der höchsten Künstlerweihen erhalten. Zwischen den Vorbereitungen bleibt da gerade genug Zeit für ein „Halbum“. Unter diesem Marketing-Term lässt Samy Deluxe seine aktuelle EP „Deluxe Edition“ veröffentlichen. Bei all dem TV-Stress hatte er zu wenige Zeit für ein ganzes…

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George Watsky – Wie man es vermasselt

George Watsky – Wie man es vermasselt

  Der Rapper als literarische Zukunftshoffnung Als Rapper hat der 1986 in San Francisco geborene George Watsky bereits fünf Alben veröffentlicht. Weitere Meriten erwarb er sich als preisgekrönter Poetry Slammer und Schauspieler. Wie man es vermasselt ist Watskys Prosadebüt und versammelt dreizehn autobiographisch gefärbte Stories, die er stilistisch auch ohne seinen HipHop-Flow zu erzählen vermag. Es sind berührende Kurzgeschichten dabei, wie beispielsweise seine Kindheitserinnerungen in der Vater-Sohn-Baseball-Story „Tränen & Baseball“. Ein Psychoanalytiker rettet Watskys introvertierten…

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Prinz Pi: Nichts war umsonst – Album Review

Prinz Pi: Nichts war umsonst – Album Review

  Die Erfindung des Daddy Rap „Wie könnt ich schlecht drauf sein bei dem Lachen von meinem Sohn?“ – dieses eine Zitat aus dem Song „Zahlen“ bringt Prinz Pis neuestes Album perfekt auf den Punkt. „Nichts war umsonst“ sprüht über weite Teile eine gelassene Grundzufriedenheit aus. Schon der Einstieg fällt mit den schmachtenden Violinen dabei kitschigst möglich aus und setzt die Richtung für das Album. „Nichts war umsonst“ wirkt komplett stimmig, lässt dafür aber zwischendurch…

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