Jonathan Safran Foer: Hier bin ich – Roman

Jonathan Safran Foer: Hier bin ich – Roman

Hier bin ich von Jonathan Safran Foer schwankt zwischen Brillanz und Langeweile Am Ende der knapp 700-seitigen Lektüre von “Hier bin ich” bleibt die große Ambivalenz. Nach Alles ist erleuchtet und Extrem laut und unglaublich nah ist Hier bin ich der dritte Roman des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer, mithin seien erste Prosaveröffentlichung seit zehn Jahren. Ein von Foer programmatisch gewählter Titel, zitiert er einerseits das Alte Testament und impliziert andererseits mindestens einen ausgesprochenen Selbstdarsteller…

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Richard Yates: Eine letzte Liebschaft – Short Storys

Richard Yates: Eine letzte Liebschaft – Short Storys

Verdammt gute Geschichten Richard Yates war einer der fabelhaftesten amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und im Nachhinein betrachtet spielte er in einer Liga mit John Steinbeck, Ernest Hemingway und William Faulkner. Zwar wird sich die Menschheit hinsichtlich seines Namens zunächst immer an die Verfilmung von Zeiten des Aufruhrs mit Kate Winslet und Leonardo Di Caprio erinnern, doch hat bereits James Deans cineastische Darstellung in Jenseits von Eden bei der Literaturverbreitung von Steinbecks Roman geholfen, den…

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Bob Dylan: Lyrics und Tarantel

Bob Dylan: Lyrics und Tarantel

Alle Bob Dylan-Texte von 1962-2012 in einer zweisprachigen Ausgabe sowie ein experimentelles Prosawerk von Gérard Otremba Die erste, 2004 beim Hoffmann und Campe Verlag herausgegebene Neu-Übersetzung von Bob Dylans Texten, löste die bis dahin in jedem Dylan-Haushalt vorhandene, in den 80er Jahren bei Zweitausendeins erschienene Textedition als große Dylan-Bibel ab. Der bekannte deutsche Autor, Übersetzer und Bob Dylan-Fan  Gisbert Haefs machte sich die Mühe,  das opulente Werk Bob Dylans neu ins Deutsche zu übertragen. Und…

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Ben Lerner: 22:04 – Roman

Ben Lerner: 22:04 – Roman

Ein ironisch-sarkastischer Hipster-Roman aus Brooklyn von Gérard Otremba Der amerikanische Schriftsteller Ben Lerner ist ein Hoffnungsträger der Literaturbranche. Im Jahre 2015 erhielt der in Brooklyn lebende Autor den MacArthur Genius Grant, den höchstdotierten Literaturpreis der USA. Für seine Lyriksammlung Die Lichtenbergfiguren gewann Lerner den Preis für internationale Poesie der Stadt Münster. Sein Debütroman Abschied von Atocha sorgte für Aufsehen in der Literaturkritik und mit dem Folgewerk 22:04 hat der 1979 geborene Autor alles getan, um…

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Richard Yates: Cold Spring Harbor – Roman

Richard Yates: Cold Spring Harbor – Roman

Ein fabelhafter Roman über den Fatalismus irdischen Daseins von Gérard Otremba Richard Yates war ein Chronist der Desillusionierung des amerikanischen Traums. Und ihm selbst erging es nicht viel anders als den meisten Protagonisten seines letzten Romans. Als Cold Spring Harbor 1986 im amerikanischen Original erschienen ist, war Richard Yates längst zur Randfigur der Literaturszene verkommen und von langjährigen Alkoholproblemen gezeichnet. Nach seinem Romandebüt Revolutionary Road (in Deutsch: “Zeiten des Aufruhrs”, 2008 mit Kate Winslet und…

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Dave Eggers: Der Circle

Die fast reale Anti-Utopie von Gérard Otremba Dave Eggers hat mit Der Circle das wichtigste Buch des Jahres geschrieben. Der neue Roman des 44-jährigen amerikanischen Schriftstellers ist der Realität näher angesiedelt, als viele vielleicht wahrhaben wollen. Stellen Sie sich vor, Google, Facebook, Twitter, Amazon und

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Stewart O’Nan: Die Chance

Ein neuer, großartiger Roman von Stewart O‘Nan von Gérard Otremba Stewart O’Nan gehört zu den wichtigsten und besten amerikanischen Gegenwartsautoren. Der in Connecticut lebende Schriftsteller reüssierte 1997 auf dem deutschen Buchmarkt mit dem außergewöhnlich berührenden Roman Engel im Schnee, in dem O’Nan hinter die Fassade einer amerikanischen Kleinstadt der 70er Jahre blickt. Der 53-Jährige nimmt sich der Tragik und

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Scott Bradfield: Die Leute, die sie vorübergehen sahen

Scott Bradfield: Die Leute, die sie vorübergehen sahen

Ein neuer, großartiger Roman von Scott Bradfield   von Gérard Otremba Witz, Humor, Satire, gar die Groteske standen in den bisherigen Romanen des amerikanischen Autors Scott Bradfield genauso im Vordergrund wie seine klare und poetische Sprache. Bereits sein Debütroman „Die Geschichte der leuchtenden Bewegung“ (1989 im Original erschienen) war ein brillantes Meisterwerk,

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