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18. August 2025„Songs In The Key Of Yikes“ liefert soliden Indie-Rock, der Spaß macht, auch wenn echte Aha-Momente fehlen. Für Superchunk-Anhänger unverzichtbar, für andere eher nice to have.
Mia Lada-Klein
Superchunk sind zurück und zwar mit einem Albumtitel, der klingt wie ein nervöses Augenrollen. „Songs In The Key Of Yikes“ liefert zehn Tracks zwischen Indie, Alternative Rock und einer gehörigen Portion DIY-Punk-Energie. Mit dabei: Laura King am Schlagzeug, die nach zwei Jahren auf Tour offiziell zur Band zurückkehrt, sowie Gäste wie Rosali Middleman, Bella Quinlan, Holly Thomas von Quivers und Tour-Bassistin Betsy Wright. Klingt nach Familienfest mit Verstärkern und genau so fühlt es sich auch an.
Superchunk und ihr quäkiger Start mit Punch
Los geht’s mit
„Is It Making You Feel Something“ und ja, man fühlt was. Nämlich, dass Mac McCaughans Stimme immer noch so eigenwillig ist wie eh und je: hoch, nasal, leicht quäkig, fast wie ein durchzechter Karaoke-Abend, aber auf charmante Art. Im Hintergrund rumpelt die Band so energiegeladen, dass der DIY-Vibe sofort durchschlägt. Bei „No Hope“ gibt’s dann noch eine Portion Punk obendrauf. Es ist zumindest roh, kratzig, ungekämmt.
„Care Less“ klingt wie die letzte Szene einer Teenie-Komödie: Abschlussball, letzte Zigaretten auf dem Schulhof, Sonnenuntergang. Man könnte es direkt unter „Dazed And Confused“ legen, und es würde perfekt passen. Danach bringt „Cue“ etwas Melancholie ins Spiel. Ruhiger, fast introvertiert. Der Track fällt auf, aber nicht, weil der Song überragend wäre, sondern weil er der erste ist, der nicht voll aufs Gaspedal drückt.
Überraschungen zwischen Lärm und Melodie
Das Highlight ist „Everybody Dies“. Der Song bricht ein…





